Nach Stromausfall und Überspannung: Betroffene brauchen jetzt Klarheit und eine schnelle Regulierung

Zur heutigen Befassung des Umwelt- und Agrarausschusses mit dem Stromausfall vom 18. Oktober 2026 erklärt der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, Andreas Hein:

„Bei zahlreichen Gesprächen vor Ort in der vergangenen Woche und am vergangenen Sonnabend, als ich gemeinsam mit Innenministerin Magdalena Finke durch die Region fuhr, wurde deutlich: Viele Menschen in der Region können noch immer nicht heizen oder warm duschen. Heizungen, Waschmaschinen, Kühlschränke und andere wichtige Geräte sind kaputt. Es sind Betriebe betroffen, deren Maschinen und Arbeitsgeräte nicht funktionieren. Sie brauchen jetzt eine klare Perspektive und die Verantwortung dafür liegt bei der SH Netz.

Im heutigen Umwelt- und Agrarausschuss gab es nun Antworten von Seiten des Unternehmens. Die Schadensregulierung soll laut SH Netz nun bei Privatkunden beginnen. Es werde damit begonnen, größere Sachschäden von Privatkunden mit einem Zeitwert ab 5.500 Euro mit einer Selbstbeteiligung von 500 Euro zu regulieren. Es ist gut, dass es damit jetzt losgeht. Entscheidend ist aber , dass es auch zeitnah zu Auszahlungen kommen und Handwerksfirmen entsprechend beauftragt werden können.

Doch dies kann nur ein erster Schritt sein. Unsere grundlegenden Forderungen an die Verantwortlichen von SH Netz sind eine schnelle und unbürokratische Abwicklung der Schäden – und zwar zum Neuwert für alle, sowohl für Privathaushalte mit kleinen und größeren Schäden als auch für Unternehmen. Darüber hinaus müssen auch Regelungen für besondere Härtefälle sowie für Folgeschäden gefunden werden. Und es stellen sich weitere Fragen. Dazu zählt, ob sich beispielsweise ein Schnellverfahren für den Einbau einer Wärmepumpe anstelle einer Instandsetzung der Gasheizung ermöglichen lässt, wenn diese durch das Ereignis ersetzt werden muss. Hierzu soll das Gespräch mit der KfW gesucht werden. Außerdem wurde die Frage an uns herangetragen, ob die gesetzliche Tagesarbeitszeit befristet ausgeweitet werden kann, damit Monteurinnen und Monteure, sofern sie dazu bereit sind, die Schäden in dieser Notsituation noch zügiger beheben können.“

Hein abschließend: „Entscheidend ist jetzt, dass die Dinge des täglichen Bedarfs wieder funktionieren und die Menschen wissen, wie es für sie weitergeht. Eine sorgfältige Aufarbeitung des Ereignisses und die notwendigen Lehren für die Zukunft sind wichtig, ersetzen aber nicht die schnelle Hilfe für die Betroffenen. Die hat absoluten Vorrang. Die SH Netz geht hierbei nun einen ersten Schritt und beginnt die Schadenregulierung. Es müssen aber weitere Schritte folgen.“

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