In der heutigen Debatte zur Änderung des Schulgesetzes während der Corona-Pandemie zeigte sich unser bildungspolitischer Sprecher Tobias von der Heide von der guten Umsetzung der besonderen Situation überzeugt und verwies die Behauptung der SPD, es gebe ein Schulchaos, in die Schranken:
„Wir gehen verantwortungsvoll mit den Schulen in der Pandemie um. Ich halte gerade aus der SPD einige Beiträge der vergangenen Tage für verantwortungslos. Weil sie nur Verunsicherung schüren, ohne überhaupt eine Alternative, geschweige denn eine Lösung aufzuzeigen. Sie werden damit der aktuellen Lage überhaupt nicht gerecht. Unser Bildungsministerium prüft permanent das aktuelle Infektionsgeschehen, stimmt sich permanent mit Experten ab und prüft permanent die neuen Erkenntnisse zum Virus und entscheidet dann über konkrete Maßnahmen. So ist das jetzt bei den Vorbereitungen zu den Abschlussprüfungen. So ist das bei der Umsetzung des Distanzlernens. Und so ist es auch bei der Erarbeitung des Perspektivplans. Karin Prien handelt mit ihrem Haus in einer schwierigen Lage besonnen und entschlossen. Und das verdient in erster Linie Lob und Unterstützung“, so von der Heide.
Zudem sicherte er zu, bestmögliche Bedingungen für Schulabschlüsse zu erreichen: „Egal ob es sich dabei um einen ESA, um den mittleren Schulabschluss oder um das Abitur handelt. Deshalb haben wir uns bewusst dazu entschieden, die Abschlussklassen weiter in Präsenz zu unterrichten. Wir haben eine Änderung des Schulgesetzes auf den Weg gebracht, die sicherstellt, dass wir auch bei einer Verschärfung der Pandemie am Ende des Schuljahres Abschlusszeugnisse vergeben können. Wir können aber auch versprechen, dass jeder Abschlussjahrgang mit einem regulären Schulabschluss für den weiteren Lebensweg ausgestattet wird. Das ist unser gemeinsames Ziel“, so von der Heide weiter.
Bei der weiteren Beschulung seien Digitalisierung und der damit verbundene Distanzunterricht Schlüssel des Erfolgs. Die Corona-Pandemie werde wie in vielen weiteren Bereichen den größten Digitalisierungsschub geben. In Rekordzeit wurde mit „itslearning“ ein einheitliches Lernmanagementsystem für alle Schulen zur Verfügung gestellt, das hervorragende Dienste leiste und die Folgen der Einschränkungen beim Präsenzunterricht signifikant abmildere. „Mit Stand vom 21.1.2021 sei „itslearning“ an 342 Schulen bereitgestellt worden mit ca. 14.000 Konten für Lehrkräfte und über 130.000 Konten für Schülerinnen und Schüler. Die Lernplattform habe eine stabile Auslastung und in den letzten Wochen habe es 260.000 bis 280.000 Anmeldungen pro Tag gegeben. „Das ist ein großer Erfolg“, so von der Heide.
Damit jede Schülerin und jeder Schüler auch über ein digitales Endgerät verfügen könne, seien über 18 Millionen Euro vom Bund und durch das Land zur Verfügung gestellt - und über 28.000 digitale Endgeräte bereits beschafft und an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen worden.
„Zusätzlich haben wir ein eigenes Landesprogramm, das 14 Millionen Euro stark ist, für weitere Endgeräte auf den Weg gebracht. Auch hier haben die Schulträger schon mit den Beschaffungen begonnen und wir werden mit diesem Programm sicherstellen, dass jede Schülerin und jeder Schüler, die oder der ein digitales Leihgerät benötigt, damit auch ausgestattet wird. Auch das ist ein Beitrag für Chancengerechtigkeit in der Schule“, führte von der Heide fort.
Auch die Unterrichtsversorgung sei ein wichtiger Punkt, der in anderen Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit verdiene als in diesem.
„Wir haben es geschafft, die Unterrichtsversorgung an den allgemeinbildenden Schulen auf über 100 Prozent zu steigern. 101 Prozent haben wir in diesem Jahr erreicht. Das ist ein großer Erfolg. Und genauso sind wir bei den berufsbildenden Schulen an den 100 Prozent dran. 97 Prozent ist der aktuelle Wert und gerade angesichts der Historie eine bemerkenswerte Entwicklung, wahrscheinlich erreichen wir im kommenden Jahr die 100 Prozent. Umso richtiger, dass wir im vergangenen Schuljahr noch einmal 153 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung gestellt haben und das trotz sinkender Schülerzahlen. Ich will es nur einmal erwähnen, denn wahrscheinlich ist diese Entwicklung für die kommenden Schuljahre in der Bildungspolitik in unserem Land bedeutender als manch eine emotionale Zeitungsdebatte, die wir in den vergangenen Tagen geführt haben“, so von der Heide.
Und abschließend: „Wir kümmern uns darum, dass jeder Schüler auch in diesem Schuljahr einen Schulabschluss erhält. Wir kümmern uns darum, dass der Distanzunterricht sich kontinuierlich weiter verbessert. Wir kümmern uns darum, dass wir möglichst schnell wieder Schulen öffnen werden und in den Präsenzunterricht wechseln. Und wir kümmern uns darum, dass die Digitalisierung auch nach Corona in den Schulen nachhaltig weitergeht.“