Hans Hinrich Neve

Hans Hinrich Neve
Gesundheit, Ehrenamt, Feuerwehr/Katastrophen­schutz, Kommunales

| Nr. 212/12

zu TOP 73: Die Rente mit 67 ist eine Frage der Generationengerechtigkeit

Es gilt das gesprochene Wort
Sperrfrist Redebeginn

In den letzten 50 Jahren hat die Lebenserwartung um elf Jahre zugenommen. Die durchschnittliche Rentenbezugszeit hat sich in den letzten 50 Jahren von zehn Jahren auf 18 Jahre erhöht.

Wenn die Rente mit 67 Jahren im Jahr 2029 greift, werden wir 5 Millionen Menschen mehr in der Rente und 6 Millionen Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter haben. Diese Wirklichkeit müssen wir zur Kenntnis nehmen.

Es ist schön, wenn wir alle länger leben. Aber der Demografische Wandel bedingt, dass immer weniger Menschen in die Rentenkassen einzahlen und immer mehr eine Rente beziehen. Im Jahr 2000 sind für einen Rentner noch 4,13 Beitragszahler aufgekommen. Bis zum Jahr 2029 wird sich dieses Verhältnis auf 2,2 Beitragszahler pro Rentner verschlechtern.

Schauen wir uns einmal einige weitere Zahlen an. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im Alter von über 55 Jahren um 1,5 Millionen erhöht. 57 Prozent der 55- bis 64-Jährigen stehen inzwischen im Erwerbsleben. Das ist hinter Schweden Platz zwei in Europa.

Bei den 60- bis 64-Jährigen hat sich die Erwerbstätigenquote in den letzten zehn Jahren sogar verdoppelt und die Menschen sind länger fitt und leistungsfähig.

Wir sind also bereits auf einem guten Weg zu einer Rente mit 67. Bis 2029 wird die Zahl der 20- bis 64- Jährigen um ca. 6 Prozent sinken. Im Gleichen Zeitraum steigt die Anzahl der über 64-Jährigen um etwa 8 Prozent. Dann ist fast ein Drittel unserer Bevölkerung über 64 Jahre.

Wenn dann die Rente mit 67 greift, sind so viel mehr Menschen älter und so viel weniger Menschen am Arbeitsmarkt, dass es auch eine Frage der Fairness und der Gerechtigkeit der Jugend gegenüber ist zu sagen: Wenn wir zehn Jahre Lebenserwartung dazu gewonnen haben, dann können wir zwei Jahre davon in Arbeit investieren.

Wir werden zwar als Gesellschaft älter. Aber die Älteren bleiben auch länger jung. Es ist keine Frage des Alters, sondern es ist eine Frage der Fähigkeiten und der Motivation, am Arbeitsmarkt teilnehmen zu können.

Großbritannien, Frankreich, Spanien und Dänemark haben inzwischen die Rente mit 67 eingeführt. Alle handeln in dem Wissen: Wer sich der Wirklichkeit nicht stellt, der ruiniert seine Sozialsysteme. Warum sollten ausgerechnet wir jetzt eine Rolle rückwärts machen? Nein, wir bleiben standfest, weil wir das den jungen Menschen in unserem Land schuldig sind.

Der Antrag der Linken ist wirklichkeitsfremd und realitätsfern!

Daher lehnen wir den Antrag ab.

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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