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Wenn im Team der Steuermann fehlt, fährt das Schiff in die Irre

Angesichts des zunehmenden Mangels an Sonderpädagogen in Schleswig-Holstein hat CDU-Bildungsexpertin Heike Franzen die heutigen Aussagen von Bildungsministerin Britta Ernst erneut zum Anlass genommen, eine Überarbeitung des derzeit noch in der Anhörung befindlichen Inklusionskonzeptes der Landesregierung zu fordern:

„Frau Ernst schwärmt zu Recht von der Bedeutung der Teamarbeit und der Bedeutung der Lehrkräfte bei der Inklusion. In dem noch von ihrer Vorgängerin entwickelten Konzept fehlt allerdings die für Inklusion zuständige Lehrkraft: der Sonderpädagoge. Wenn im Team der Steuermann fehlt, fährt das Schiff in die Irre“, so Franzen.

Die CDU-Abgeordnete forderte die Bildungsministerin auf, die Anhörung im Bildungsausschuss ernst zu nehmen, anstatt wie angekündigt bereits mit Hochdruck an der Umsetzung des Inklusionskonzeptes zu arbeiten. „Britta Ernst sollte nicht die Fehler ihrer Vorgängerin Waltraud Wende fortsetzen und ohne Berücksichtigung von Anregungen aus der Praxis ideologische Konzepte durchzudrücken. Das führt dazu, dass wie bisher in der Praxis Erzieherinnen und Erzieher flächendeckend an den Förderzentren unterrichten, obwohl sie es theoretisch nicht dürfen. An erster Stelle muss deshalb die Versorgung der Schulen mit Sonderpädagogen stehen. Sonst wird die Inklusion scheitern,“, so Franzen.

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