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Weltnaturerbe – Fit für die nächsten Jahre

Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Dr. Michael von Abercron, hat die Ergebnisse der trilateralen Wattenmeerkonferenz auf Sylt begrüßt:

„Auf Sylt wurden der Schutz und auch die naturverträgliche touristische Nutzung des UNESCO-Weltkulturerbes „Wattenmeer“ erstmals in eine von allen Anrainern gemeinsam getragene Strategie überführt“, erklärte von Abercron in Kiel. Besonders begrüßte der Umweltpolitiker die positiven Signale der dänischen Regierung im Hinblick auf eine Beteiligung an der Initiative „UNESCO-Weltkulturerbe.“

Von Abercron hob die wesentlichen Tagungsergebnisse hervor, wonach zum Beispiel im Verbund mit Kreisen und Gemeinden Wege aufgezeigt werden sollen, bis 2030 die Wattenmeerregion hin zu einer CO2-neutralen Region zu entwickeln. Darüber hinaus sei es anerkanntes Leitprinzip und zentrale Botschaft der Wattenmeerkooperation, ein so weit wie möglich natürliches und sich selbst erhaltendes Ökosystem anzustreben, in dem natürliche Prozesse auch weitgehend ungestört ablaufen können.

Trotzdem bleibe für die Zukunft noch einiges zu tun. Dazu gehörten Fragen nach der Ursache des Artenrückganges bei einigen für das Wattenmeer typischen Vogelarten (z.B. Brandgänse) und möglichen Strategien dagegen oder auch Maßnahmen gegen die zunehmende Verschmutzung der Meere unter anderem mit Kunststoffen und illegal eingeleitetem Öl.

Der Umweltexperte würdigte in diesem Zusammenhang das außerordentliche Engagement der Menschen in den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland für die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe: „Die herausragende Akzeptanz und das Engagement der Menschen vor Ort war die treibende Kraft für die Anerkennung ihres Wattenmeeres als Weltnaturerbe. Mit dem auf Sylt vereinbarten Weg könne die Einzigartigkeit des Wattenmeeres erhalten und zugleich für die Menschen erlebbar gemacht werden. Dem naturverträglichen Tourismus kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu“, so von Abercron.

Die mit der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung 2010“ getroffenen Vereinbarungen zur wissenschaftlichen Begleitung der Wattenmeerkooperation seien ebenso zielführend, wie die Verschlankung der Strukturen in der Zusammenarbeit. Damit werde das Weltnaturerbe für die nächsten Jahre fit gemacht. „Ich begrüße sehr, dass die Facharbeitsgruppen zukünftig auf Grundlage klar definierter und zeitlich begrenzter Aufträge arbeiten werden, dies dient dem Erhalt des Weltnaturerbes“, so von Abercron abschließend.

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
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