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Dem Mangel an niedergelassenen Ärzten wirkungsvoll begegnen
Die Regierungsfraktionen haben die Landesregierung aufgefordert, dem Mangel an niedergelassenen Ärzten – insbesondere in ländlichen Regionen – wirkungsvoll zu begegnen. Dies gaben die gesundheitspolitischen Sprecherinnen von CDU und FDP, Ursula Sassen und Anita Klahn, heute (12. Februar) in Kiel bekannt:
„Bereits in der vergangenen Legislaturperiode habe ich ein Konzept gegen den drohenden Ärztemangel angemahnt. Dieses ist im Dauerstreit zwischen der damaligen Sozialministerin Trauernicht (SPD) und den Ärzten und Krankenkassen bereits im Ansatz erstickt worden“, erklärte CDU-Gesundheitsexpertin Ursula Sassen.
„Es kann nicht sein, dass die Bedarfsplanung zur ärztlichen Versorgung sich ausschließlich an einer Momentaufnahme aus dem Jahr 1993 orientiert, sagt die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn.
Sassen führte aus, dass sich gerade in ländlich strukturierten Räumen die ärztliche Angebotsstruktur zum Nachteil der Bevölkerung verändere. Immer häufiger müssten längere Wege in Kauf genommen werden, weil es keine Nachfolger für ländliche Hausarztpraxen gibt oder Fachärzte sich in lukrativeren Metropolen zusammenschließen.
Neue Modellprojekte zur Arzthonorierung, wie sie von der Kassenärztlichen Vereinigung, aber auch von der Ärztegenossenschaft angedacht werden, sollten jede Unterstützung finden, ergänzte Klahn. Insbesondere müssen alle Ansätze kritisch, konstruktiv und vor allem ohne Ideologien begleitet werden, so Klahn.
Wir haben den Mut, neue Wege zu beschreiten, um eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe medizinische Versorgung in der Fläche sicherzustellen, von der alle profitieren“, stellten Klahn und Sassen klar.
Gemeinsam wollen sich die Koalitionspartner CDU und FDP in den nächsten Monaten der Problematik annehmen. Dazu wurde jetzt zunächst ein Bericht der Landesregierung angefordert, der die Situation analysieren soll. Auf dieser Grundlage werden dann die Gespräche mit den heilberuflichen Partnern fortgesetzt.
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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
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