Haushalt 2020: Verantwortungsvoll und generationengerecht
Neue Schulden weiterhin tabu
In der heutigen Debatte um den Haushalt für das Jahr 2020 machten der finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ole Plambeck, und der Fraktionsvorsitzende Tobias Koch deutlich, dass die Jamaika-Koalition einen generationsgerechten Haushalt aufgestellt hat.
Es wurde heute in zweiter Lesung nicht nur wieder ein Rekord-, sondern vor allem ein solider Haushalt mit mehr als 13 Mrd. Euro Volumen vorgestellt. Auch wenn die Einnahmen geringer seien geplant, werde selbstverständlich die schwarze Null eingehalten. „Ich möchte einmal mehr die Schuldenbremse ins Gedächtnis rufen. Auch ab 2020 sind neue Schulden tabu und mit uns werden sie es auch bleiben“, so Plambeck.
Große Projekte seien jetzt unter Dach und Fach. Kita-Reform. Zukunftspakt UKSH. Das Besoldungsstrukturpaket. Neue Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten, Stärkung des Rechtsstaates.
„Der Haushalt für 2020 erreicht eine Investitionsquote von fast zehn Prozent. Es wird als deutlich dem Sanierungsstau entgegengewirkt. Allein 90 Millionen Euro Investitionen fließen in die Sanierung der Landesstraßen in Schleswig-Holstein - jährlich. Und werden auch verbaut. Damit die daraus entstehenden Baustellen vernünftig auf einander abgestimmt werden können, wird der in 2019 installierte Baustellenkoordinator mit der entsprechenden Software ausgestattet“, so der finanzpolitische Sprecher.
Über 300 Lehrerstellen würden nicht wie von der SPD-Vorgängerregierung geplant gestrichen, bei der Polizei würden sogar 200 Stellen neu geschaffen. All das auch im kommenden Jahr ohne neue Schulden, sondern stattdessen mit der Tilgung von Krediten in Höhe von 27 Millionen Euro, so der Fraktionsvorsitzende Koch. Entgegen der möglichen Hoffnung der SPD, dass die Koalition auf Grund der sinkenden Steuereinahmen sich im Streit verliere, zeige der Haushalt 2020, dass ein derartiges Inventionsvolumen trotz der sinkenden Steuerschätzungen möglich sei.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Haushaltes sei das Kommunalpaket, um die Kommunen im Land zu stärken. Dazu kämen Erhöhungen in den Bereichen des Integrationsfestbetrages, des Programms „Ehrenamt und Flüchtlinge“, der Stärkung des ÖPNV sowie der Sozialhilfe. Das neue FAG werde bedarfsgerecht ausgestaltet, und vor allem werde in einem Pfad die perfekte Symmetrie zwischen Land und Kommunen erreicht. Vertikal werde es daher jährlich 75 Millionen Euro im Gesamtpaket zusätzlich vom Land geben.
„Unsere Landwirte machen gerade zu Recht auf ihre Situation aufmerksam. Aus diesem Grund stellt der Haushalt 2020 die Kofinanzierung bereit, damit die Bundesförderung für die Erweiterung von Güllekapazitäten und Ausbringungstechnik ermöglicht wird. Zudem wird weiterhin das Projekt „Schulklassen auf dem Bauernhof“ gefördert, damit die Landwirte auch den nötigen gesellschaftlichen Respekt für ihre Arbeit erhalten“, so Plambeck.
Auch auf die Anforderungen im Bereich des Klimaschutzes liefere der Haushalt 2020 Antworten. So werde weiterhin das Ziel verfolgt, die Waldfläche von Schleswig-Holstein von elf auf zwölf Prozent zu heben. Dafür stünden 250.000 Euro für die Neuwaldbildung zur Verfügung. Ebenso werde die Energiewende vorangetrieben und die Zukunftstechnologie Wasserstoff weiter unterstützt, indem eine halbe Million Euro für die weitere Entwicklung und Umsetzung der Wasserstoffstrategie im Haushalt 2020 eingeplant seien. Unterstützung erhielten auch die Feuerwehren im Land, denn sie brauchten auch in Zukunft neue Mitglieder, denen schon heute Lob und Anmerkung gebühre.
„Ein starker Rechtstaat hat für die Jamaika Koalition eine große Bedeutung. So werden mit dem Haushalt 2020 Stellen für acht weitere Staatsanwälte und 13 zusätzliche Richter eingeplant. Auch die Polizei wird mit dem Wegfall von KW-Stellen und den Verlängerungen von Ausbildungskapazitäten gestärkt“, betonte Plambeck.
Damit die Stellen weiterhin besetzt werden könnten, müsse das Land als attraktiver Arbeitgeber auftreten. Deshalb werde die Besoldung für die Beamtinnen und Beamten des Landes im Einvernehmen mit den Gewerkschaften noch einmal um ein Prozent angehoben und auch die Eingangsbesoldung erhöht.
Als Ergebnis der Diskussion um die Pflegeberufekammer werde die Anschubfinanzierung um drei Millionen Euro erweitert, damit die Kammer bis zu der Anfang 2021 geplanten Urabstimmung über den Fortbestand dieser Kammer unter vernünftigen Bedingungen arbeiten könne.
„Sie sehen, Jamaika nimmt in allen Bereichen Verantwortung und seinen Gestaltungswillen wahr“, so Plambeck zusammenfassend. „Die SPD war sich in den letzten Jahren für kein Versprechen zu schade: Millionen zum Ausgleich bei den Straßenausbaubeiträgen, Rückkehr zum vollen Weihnachtsgeld, sofortige Bezahlung der Grundschullehrkräfte mit A13, komplette Beitragsfreiheit in der KiTa, und natürlich stellte sich die SPD auch bei der Diskussion ums FAG an die Seite der Kommunen. Nichts, rein gar nichts, findet sich davon in den Haushaltsanträgen der SPD jetzt noch wieder. Ganz einfach deshalb, weil Jamaika diese Probleme gelöst hat. Nicht indem allen alles versprochen wurde, sondern indem in jedem einzelnen Punkt ein seriöses Konzept erarbeitet haben. Nur so gelingt es, diese Herausforderungen alle gleichzeitig und trotzdem finanziell solide zu bewältigen“ so Plambeck abschließend.