Jamaika sagt NEIN zu häuslicher Gewalt
6,3 Millionen Euro für Frauenhäuser
Katja Rathje-Hoffmann, sozial- und frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, stellte heute (5.Juli 2018) im Plenum des Landtags die Maßnahmen Jamaikas für die Frauenhäuser im Land vor:
„6,3 Millionen stellen wir den 16 Frauenhäusern im Land bis 2022 für notwendige Investitionen zur Verfügung, um Frauen und Kindern, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind, zu schützen.“ Das entspreche mehr als einer Verdoppelung der bisher geplanten Mittel und sei nun möglich geworden durch zusätzliche 3,3 Millionen Euro aus dem Impuls-Programm.
Die Frauen und Kinder hätten Anspruch auf Hilfe, und das an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Mit dem Investitionspaket bringe Jamaika nun konkrete Hilfen für Renovierung und Ausstattung der Häuser auf den Weg.
Die Probleme in den Frauenhäusern seien vielfältig, so Rathje-Hoffmann. Neben vorherrschenden Investitionsstaus seien die Häuser oft überfüllt und die Verweildauer der Bewohner zu lang. Deshalb wolle man mit dem Projekt „Frauen-Wohnen“ ein zentrales Problem lösen. Die Tatsache, dass die Plätze teilweise über sechs Monate in Anspruch genommen würden, weil sie Probleme bei der Wohnungssuche hätten, ginge in die Überlegungen des Projektes ein. Unkomplizierte Hilfe und Unterstützung stünden hier im Vordergrund. Das Projekt laufe über fünf Jahre und werde jedes Jahr mit 800 000 Euro ausgestattet. In Servicestellen an sechs Standorten im Land stünden den Frauen bei der Suche nach Wohnraum Ansprechpartner zur Verfügung.