Umweltverschmutzung durch Plastik im Fokus
Vielfältiger Input beim FördeForum zur Reduzierung von Kunststoffabfällen
Das gestrige FördeForum (28. Juni) „Immer me(e)hr Plastik“ widmete sich dem zunehmenden Eintrag von Kunststoffabfällen in die Umwelt. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Tobias Koch eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die zahlreichen Gäste. Auch regionale Vorfälle wie der Eintrag von Mikroplastik in die Schlei zeigten die Notwendigkeit, das Thema breit zu diskutieren und zu handeln, so Koch.
Auf Landesebene habe dies die Jamaika-Koalition getan und eine Bundesratsinitiative angeschoben, durch die vermieden werden soll, dass bei der Entsorgung verpackter Lebensmittelabfälle Plastik in die Umwelt gelangt. Zudem habe Jamaika bereits im vergangenen Jahr beschlossen, dass sich das Land auf Bundesebene für ein europäisches Verbot von wissentlich hinzugefügten Mikroplastikpartikeln in Kosmetika einsetzen solle.
Anschließend diskutierten die vier anwesenden Referenten unter Moderation von Andreas Otto Möglichkeiten zur Verringerung des Plastikmülls. Dabei betrachteten sie die Perspektiven von Wissenschaft, Handel, Umweltorganisationen sowie der Abfallwirtschaft. Es bestand Konsens, dass mündige Verbraucher entscheidend mitverantwortlich seien für die Reduzierung von Plastikabfällen. Auch der Handlungsspielraum der Politik wurde diskutiert und darauf verwiesen, dass insbesondere die dramatische Plastikvermüllung in anderen Teilen der Welt - auch durch kluge Entwicklungspolitik - eingedämmt werden müsse.
Mehrere Gäste nutzten die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen und von ihren persönlichen Erfahrungen zu berichten. Viel Zuspruch erfuhren sogenannte „Unverpackt“-Läden, in denen Kunden verpackungsfrei einkaufen können.
Heiner Rickers hielt als umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion das Schlusswort zum formellen Teil des FördeForums. Er begrüßte den vielfältigen Input der Diskussion und betonte, das Thema müsse weiter erörtert und Lösungen gesucht werden. Abschließend bestand die Möglichkeit, die Thematik beim Imbiss und Getränk in persönlichen Gesprächen zu vertiefen.