Schleswig-Holstein benötigt dringend die Landarztquote
Regierung verschließt die Augen vor dem Landarztmangel
Am Donnerstag warf der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Daniel Günther, der Landesregierung vor, bei Problemen die Augen zu verschließen. Anlass war die ablehnende Haltung von Sozialministerin Kristin Alheit gegenüber der Landarztquote.
Der Landärztemangel sei auch in Schleswig-Holstein längst ein Problem und zwar nicht nur für die Bevölkerung, so Günther. Die Praxisübergabe von Ärzten im Rentenalter sei Teil ihrer Altersvorsorge. Es würde immer problematischer für die Betroffenen, einen Nachfolger zu finden, denn die Nachwuchsmediziner ziehe es eher in die Metropole als aufs Land.
Mit der Landarztquote soll erreicht werden, dass Hochschulen zehn Prozent der Medizin-Studienplätze an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach dem Studium für einen festgelegten Zeitraum von bis zu zehn Jahren lang in Gebieten zu arbeiten, in denen Ärztemangel herrsche.
„Sozialministerin Alheit lehnt mit der Landarztquote beim Medizinstudium mal wieder genau das ab, was die Landesregierung selbst regeln könnte“, erklärte Günther.
Die Einführung der Quote müsse möglichst schnell geschehen, denn angesichts der langen Studiendauer würde es nach der Einführung immer noch zehn Jahre dauern, bis spürbare Verbesserungen bei der Landarztversorgung erkennbar seien.
„Wir werden das Problem anpacken“, versprach Günther.