Bund und Länder einigen sich auf Beschlüsse für schnellere Abschiebungen
Günther: Schleswig-Holstein darf Umsetzung nicht wieder blockieren
Nach der Einigung von Bund und Ländern – mit Ausnahme Thüringens – auf Beschlüsse für schnellere Abschiebungen hat CDU-Fraktionschef Daniel Günther vor einer Verschleppung der Umsetzung in Schleswig-Holstein gewarnt. Die Einigung sieht vor, dass Asylbewerber ohne Bleibeperspektive künftig bereits aus der Erstaufnahmeeinrichtung abgeschoben werden. Auch ist unter anderem eine härtere Ahndung der Vortäuschung von Identitäten und von Straftaten vorgesehen. Die Überwachung von Gefährdern soll ausgeweitet und die Abschiebehaft für sie erweitert werden.
„All das hat die CDU in Schleswig-Holstein seit langem gefordert. SPD, Grüne und SSW haben es im Landtag immer abgelehnt. Bereits in der Vergangenheit hat die Albig-Regierung immer wieder Vereinbarungen mit der Bunderegierung zugestimmt, welche dann im Land nicht umgesetzt wurden. Ich fordere die Koalition auch dieses Mal wieder auf, die Zusage des Ministerpräsidenten nicht zu brechen“, erklärte Günther in Kiel.