CDU legt Gegenentwurf zum 100-Euro-Wahlgeschenk der Koalition vor
CDU setzt auf Qualität der Betreuung
In dieser Woche hat die CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag ihren Gegenentwurf zum 100-Euro-Wahlgeschenk der Koalition für einen Teil der Eltern vorgestellt. Der entsprechende Gesetzentwurf wird schon in der kommenden Woche im Landtag diskutiert werden. „Gute Rahmenbedingungen für alle Kinder sind wichtiger als Wahlgeschenke für einige Eltern“, erklärte der Vorsitzende Daniel Günther bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit der sozialpolitischen Sprecherin Katja Rathje-Hoffmann und Haushaltsexperte Tobias Koch.
Die CDU setzt auf eine Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels, die stufenweise Verringerung des Elternanteils an den Betreuungskosten, einen Vertretungsfonds für erkrankte Erzieher und Betreuer, sowie ein kostenfreies Mittagessen für benachteiligte Kinder. Günther: „Damit erreichen wir mehr für die Verbesserung frühkindlicher Bildung auch und gerade benachteiligter Kinder, als mit Wahlgeschenken nach dem Gießkannenprinzip.“
Zur Erläuterung des Gesetzes legte Rathje-Hoffmann einen Zehn-Punkte Plan zur Verbesserung der KiTa-Zufriedenheit in Schleswig-Holstein vor. „Wir setzen auf die Qualität der Betreuung. Das betrifft die Kinder-Erzieher-Relation ebenso wie die Öffnungszeiten“, so die Sozialpolitikerin.
Der Elternanteil an den Betriebskosten soll nach dem Willen der CDU zunächst auf maximal 33 Prozent begrenzt und dann bis 2022 weiter auf 25 Prozent abgesenkt werden. Im Gegenzug steigt der Landesanteil wieder auf 33 Prozent. „Für die Eltern bedeutet das beispielsweise in Reinbek eine Entlastung um 173 Euro monatlich, erläuterte Koch.