Plädoyer für den Freihandel
CETA als Antwort auf Handelskriege und Strafzölle sehen
Die sieben wichtigsten Industrienationen treffen sich vom heutigen Freitag (8. Juni) an zum G7-Gipfel im kanadischen La Malbaie / Quebec. Anlässlich der Konferenz warb der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Tobias Koch, erneut für eine Zustimmung zum europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen CETA.
„Statt Handelskriege zu führen, brauchen wir Freihandelsabkommen. Einseitige US-Strafzölle sind der falsche Weg und schaden auch den mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein. Dem sollten wir ganz bewusst eine vertiefte Zusammenarbeit mit Kanada durch die Zustimmung zu CETA entgegensetzen“, erklärte Koch. Kanada stehe der Europäischen Union nicht zuletzt im Streit um die US-Strafzölle als Partner zur Seite.
Koch bedauerte zudem, dass in der Vergangenheit vermeintliche Risiken die Debatte um Freihandelsabkommen bestimmt hätten und nicht die Gefahren, die im Fall von Protektionismus und Handelsschranken drohten.
Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein habe im Koalitionsvertrag die unterschiedlichen Auffassungen der Parteien in Bezug auf CETA festgehalten. Die neuen Grünen-Bundesvorsitzenden, Annalena Baerbock und Robert Habeck, würden nun richtigerweise grüne Positionen kritisch hinterfragen und neu diskutieren. „Ich würde mich freuen, wenn Jamaika in Schleswig-Holstein auch in dieser Frage Vorreiter für ein Umdenken bei den Grünen wäre“, so Koch.