Minderjährige vor dem Passivrauchen schützen
Hans Hinrich Neve: Die Gesundheit unserer Kinder hat Vorrang
Der Schleswig-Holsteinische Landtag beschloss heute (14. Juni) einen Antrag der Jamaika-Fraktionen, nach dem sich die Landesregierung auf Bundesebene für ein generelles Rauchverbot im Beisein von Minderjährigen im Auto einsetzen soll. Außerdem soll die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Raucherprävention fortgeführt und der Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens konsequent umgesetzt werden.
Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans Hinrich Neve, wies in der Debatte auf die Eigenverantwortung des Einzelnen hin, betonte aber auch die notwendige Rücksichtnahme gegenüber den Mitmenschen.
„Jeder darf rauchen, so viel er will, jeder darf Alkohol trinken, so viel er will, und essen, so viel er will und was er will. Erwachsene Menschen wissen um die Risiken! Die Freiheit des Einzelnen endet aber da, wo die Freiheit des anderen beginnt. Dies gilt besonders für den Schutz des Passivrauchens“, erklärte Neve.
Medizinisch sei hinlänglich bewiesen, dass vom Passivrauchen ebenso eine Gefahr ausgehe wie vom aktiven Rauchen. Daher seien Verbesserungen im Bereich des Nichtraucherschutzes sowie bei der Prävention des Tabakkonsums zu begrüßen.
Das Rauchverbot im Auto im Beisein von Minderjährigen sei gerade aufgrund der schwerwiegenden Folgen des Passivrauchens auf die sich noch entwickelnden Organismen der Kinder und Jugendlichen notwendig. „Minderjährige unterliegen einer besonderen Fürsorgepflicht der Gesellschaft. Kindeswohlgefährdung ist ein no go“, so Neve.