Waldkindergärten: Es braucht keinen Runden Tisch, sondern schnelle Lösungen
Albig-Regierung brauchte Monate, um auch nur die Zuständigkeit zu klären
SPD, Grüne und SSW haben heute die Einrichtung eines Runden Tisches zur Lösung der Probleme der Waldkindergärten durch die Landesregierung unterstützt. Dieser soll nun „bestehende Handlungsempfehlungen für zuständige Behörden überprüfen und gegebenenfalls notwendige Initiativen und Handlungsbedarfe des Gesetzgebers identifizieren und vorbereiten“, heißt es im Antrag der Regierungsfraktionen.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Günther zitierte in seiner Rede aus bereits bestehenden Handlungsempfehlungen. Demnach würden „Kinderfüße den Waldboden verdichten, Kinderlachen störe die Ruhe des Mittelspechts.“ Während Bauwagen oder ähnliches nach der aktuellen Rechtslage in Schleswig-Holstein nicht genehmigungsfähig seien, würde Naturschutzverbände für die Beschaffung von Wohnwagen Zuschüsse gezahlt.
„Um solche Probleme zu lösen, hat eine Regierung eigentlich einen Ministerpräsidenten. Ein solches Desaster hätte ich mal unter Peter Harry Carstensen erleben wollen. Einen Tisch hätte es gegeben. Das einzige, was da rund gewesen wäre, wären die Minister, nach dem Peter Harry Carstensen mit denen fertig gewesen wäre“, sagte Günther.
In der Albig-Regierung habe es Monate gedauert, überhaupt die Zuständigkeit zu klären. Statt eine Lösung zu suchen, sei zu allererst wieder auf Bundesrecht verwiesen worden, an das Schleswig-Holstein sich halten müsse. „Selbst der interessierte Laie fragte sich allerdings, warum so viele andere Bundesländer in der Umsetzung überhaupt keine Probleme sehen. Das schwarz-grün regierte Hessen schickte uns sofort einen Vorschlag, wie sie dieses angeblich nicht auf Landesebene lösbare Problem im Waldgesetz gelöst haben“, stellte Günther klar.
Die CDU-Fraktion sehe deshalb überhaupt keinen Anlass für einen Runden Tisch und werde sich an diesem auch nicht beteiligen. „Für Ihre Regierung tragen Sie mal schön bis zur Wahl selbst die Verantwortung. Sie bewerben sich um eine weitere Amtszeit? Sie wollen die A20 bauen? Sie können nicht einmal einen Bauwagen rechtssicher im Wald aufstellen! Sorgen Sie endlich dafür, dass unsere fast 200 Waldkindergruppen ihre Arbeit machen können“, forderte Günther.