Bester Tarifabschluss seit Inkrafttreten des TV-L
Doppelt so viel ab 2021 wie Rückkehr zum Weihnachtsgeld
Vom besten Abschluss seit Inkrafttreten des Tarifvertrags des Landes sprach der Fraktionsvorsitzende der CDU im Schleswig-Holsteinischen Landtags, Tobias Koch – und befand sich damit in guter Gesellschaft der Gewerkschaften, die von einem spektakulären Abschluss sprechen.
„Mit einer Tarifvorsorge von 3 Prozent haben wir den Ansatz gegenüber früheren Jahren – in denen 1,5 Prozent Tarifvorsorge gang und gebe waren – glatt verdoppelt“, so Koch. So sei ein Tarifkonflikt zum Wohle aller Beschäftigten, aber auch aller Kunden und Nutzer der Landesbehörden verhindert worden.
„Glücklicherweise hat Jamaika nicht auf die SPD gehört, die noch vor gerade einmal drei Monaten die im Haushalt 2019 eingeplante Tarifvorsorge um 40 Millionen Euro kürzen wollte“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende weiter.
Nur so könne man auch dem viel zitierten Fachkräftemangel entgegenwirken. Das Land brauche die besten Köpfe am Arbeitsmarkt. Das gelinge nur über eine anständige Bezahlung.
Die zweite gute Nachricht: Der Tarifabschluss werde auch auf die Beamtinnen und Beamten übertragen.
Was kostet das Ganze? Bei kumuliert rund 7,5 Prozent linearer Erhöhung in 33 Monaten ergebe sich daraus in 2021 eine jährliche Mehrausgabe von rund 300 Millionen Euro - das sei doppelt so viel, wie eine vollständige Rückkehr zum Weihnachtsgeld kosten würde!
„Anders formuliert: Mit diesem Tarifabschluss erhalten die Beamtinnen und Beamten an dem Jahr 2021 jedes Jahr zweimal so viel auf ihrem Konto gutgeschrieben, wie ihnen eine Rückkehr zum vollen Weihnachtsgeld finanziell einbringen würde“, so Tobias Koch.
Das mache allerdings auch deutlich, dass jetzt die Spielräume für weitere Besoldungsstrukturverbesserungen begrenzt seien. Nun heiße es, mit spitzem Bleistift zu rechnen. Ein zusätzlich zu schnürendes Besoldungspaket werde sich einfügen in eine ganze Reihe von Entscheidungen, die bereits zur Verbesserung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes getroffen worden seien.
„All diese Entscheidungen bringen unsere Wertschätzung für den öffentlichen Dienst, für die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ausdruck“, so Koch abschließend.