CDU: Nachtragshaushalt ist mehr Schein als Sein
Rot-Grün kann Versäumnisse der Vergangenheit nicht wettmachen
Der Landtag hat heute einen Nachtragshaushalt beschlossen. Die Versäumnisse der Vergangenheit könne die rot-grüne Koalition damit jedoch nicht nachholen, betonte die CDU.
„Jetzt wo sich die Wahlperiode unwiderruflich dem Ende entgegenneigt, versucht die Landesregierung krampfhaft das nachzuholen, was sie fünf Jahre lang versäumt hat - nämlich in die Infrastruktur unseres Landes zu investieren“, unterstrich der CDU-Finanzpolitiker Tobias Koch.
Derartige Versäumnisse ließen sich in einem so kurzen Zeitraum von sechs Wochen bis zur Landtagswahl nicht mit einem Nachtragshaushalt korrigieren. Zudem seien die Inhalte mehr Schein als Sein.
Selbst mit den zusätzlichen Ausgaben würden die Investitionen immer noch um rund 100 Millionen Euro niedriger sein als in den Jahren 2010 und 2011 zu Zeiten der Regierung von CDU und FDP, rechnete Koch in seiner Rede vor. 650 Millionen Euro hätte zusätzlich in die Instandsetzung und den Ausbau der Infrastruktur fließen können, wenn Rot-Grün in allen Jahren der Regierungszeit so viel investiert hätten, wie es plötzlich für das Jahr 2017 geplant sei.
Neben dem Nachtragshaushalt, bei dem sich die CDU in der Abstimmung enthielt, beschloss der Landtag heute mit den Stimmen der Union das Besoldungsgesetz für die Beamten.
„Zumindest an dieser Stelle zeigen sich die positiven Auswirkungen des Landtagswahlkampfes, denn so kommen unsere Beamtinnen und Beamten zum aller ersten Mal unter Rot-Grün-Blau in den Genuss einer zeit- und wirkungsgleichen Übernahme des Tarifvertrages“, so Koch.
Einem Antrag der FDP zur Aufnahme einer festgeschriebenen Investitionsquote enthielt sich die CDU-Fraktion.
Link zum Gesetzentwurf Nachtragshaushalt