Betrieben schnell und unbürokratisch helfen
Auswirkungen des trockenen Sommers auf die Landwirtschaft entgegenwirken
Heiner Rickers, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sprach sich im heutigen Plenum für schnelle und unbürokratische Dürrehilfen für die Landwirtschaft aus.
Die Solidarität gegenüber der Landwirtschaft, sowie die zugesicherte Unterstützung, die auf der Agrarmesse NORLA in der vergangenen Woche vielseitig kundgetan wurde, begrüßte der Abgeordnete.
„Alle Bereiche der Land- und Forstwirtschaft in Schleswig-Holstein sind von diesem Dürresommer mehr oder weniger betroffen. Egal über welche Form der Landwirtschaft wir sprechen, trocken ist trocken. Während einige Landstriche noch relatives Glück hatten, mussten andere mit 10 Litern Niederschlag auf den Quadratmeter in der Hauptvegetationszeit über ein Vierteljahr hinweg auskommen. Dies ist schlichtweg nicht möglich“, so Rickers.
Der Abgeordnete betonte, dass die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein gut aufgestellt sei und zudem auch keine „Vollkasko-Mentalität“ besitze. Den Landwirten sei nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre klar, dass sie sich auf den Klimawandel einstellen müssten. Schäden wie die diesjährigen könnten allerdings nicht umfassend abgefedert werden, sondern benötigten staatliche Hilfestellung.
Nach der Einschätzung der aktuellen Lage durch die Bundeslandwirtschaftsministerin, stehen nun 370 Mio. Euro insgesamt zur Verfügung. „Diese Mittel dürfen nicht - mit der Gießkanne verteilt - versickern, sondern müssen zielgerichtet bei den wirklich Betroffenen ankommen“, so Rickers.
Insbesondere viehhaltende Betriebe seien durch fehlendes Winterfutter doppelt bestraft und trotz noch erhoffter Grünlanderträge im Herbst seien einigen Betrieben nah an der Zahlungsunfähigkeit. Rickers machte deutlich: „Hier ist das politische Signal erforderlich, dass diesen Betrieben schnell und unbürokratisch geholfen wird. Da muss auch das Land darüber nachdenken, die zustehende Prämie eventuell früher auszuzahlen. Dies ist zudem ein deutliches Signal für beteiligte Banken. Genauso hilfreich wären für die Betroffenen Abschlagszahlungen von Landesanteilen an der Dürrehilfe.“