Bildungsbonus soll Perspektivschulen neuen Schwung geben
Neun von 20 Perspektivschulen liegen in Kiel
Teil der heutigen Plenardebatte war auch ein mündlicher Bericht zum Bildungsbonus an den Perspektivschulen in Schleswig-Holstein. Diese liegen zum großen Teil in sozialen Brennpunkten und sollen nun durch das Land finanziell unterstützt werden. Ausschlaggebend für diese Förderung waren Kriterien, die unter anderem Prüfungsergebnisse, Sitzenbleiberquote und Schulabgänger ohne Abschluss beinhalteten. In dem Redebeitrag dazu freute sich der CDU-Bildungsexperte Tobias Loose über das nun startende Programm.
„Ich bin froh, dass wir nun solch eine Unterstützung leisten können. In dem Programm geht es aber um weit mehr als nur ums Geld. Mit der Wübbe-Stiftung haben wir einen Partner gefunden, der die Schulleitungen aller Perspektivschulen in den kommenden fünf Jahren unterstützen und auch selbst einen Betrag von rund einer Million Euro in die Hand nehmen wird. Auch das IQSH wird umfangreiche Fortbildungsangebote schaffen“, so Loose.
Auch die Vernetzung in den Gebieten der Schulen soll vorangetrieben werden. Somit sollen nicht nur die Schulen von dem Programm profitieren. Kindergärten, Jugendämter, Schulträger, Jugendeinrichtungen und Nachbarschulen sowie auch die Polizei sollen sich eng vernetzen.
Alarmiert zeigte sich Loose davon, dass neun von 20 Schulen, die im ersten Schritt zu Perspektivschulen wurden, aus Kiel kämen. Alle befänden sich in den Statteilen Gaarden und Mettenhof. „Richtig ist, dass die Stadt das Thema nicht ignoriert hat. Allerdings hat sich trotz vieler Maßnahmen die Chancengerechtigkeit und die Lage für Kinder nicht verbessert. Ich wünsche mir sehr, dass unser Bildungsbonus auch einen Beitrag dazu leisten wird, Unterstützungsformen neu zu denken und neue Konzepte auf den Weg zu bringen“, so Loose.