Arbeitskreis Soziales besucht Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow gGmbH (LHW)
Attraktivitätssteigerung des Erzieherberufs im Fokus
Ein inklusiver Stadtteil und neue Wege zu einer praxisorientierten Erzieher-Ausbildung: Diese Themen standen Ende August im Fokus der Sommerbereisung des Fraktionsarbeitskreises Sozialpolitik.
Das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow gGmbH (LHW) zählt mit über 1.800 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung zu einem der größten gemeinnützigen Arbeitgeber und realisiert mit dem jüngsten Projekt ‚Robert-Koch-Park‘ die Entstehung eines sogenannten inklusiven Stadtteils. Im Wesentlichen steht das für ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Neben der Entstehung von Wohnraum und sozialen Einrichtungen wie einem integrativen Kindergarten und einem Alten- und Pflegeheim soll auch eine Kultur-Werkstatt und ein Stadtteiloffenes Café mit Blumenbinderei eröffnet werden. Damit soll insbesondere auch Menschen mit Behinderung der so wichtige Einstieg in das Berufsleben ermöglicht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Exkursion wurde auf mögliche neue Ausbildungswege im Sozialwesen gelegt. Im Vordergrund standen dabei Informationen zu Rahmenbedingungen der jetzigen Ausbildung der Pflegeassistenz und der Ausbildung des Erziehers. Das Berufsbildungszentrums Mölln (BZZ) geht seit einigen Jahren bereits neue Wege in der Erzieherausbildung und bietet mithilfe von Förderungen aus dem europäischen Sozialfonds (ESF) eine „Praxisorientierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung“ (PIA) an. Ziel dieses Modellprojekts ist, dass nicht nur die Entscheidung für diesen Beruf durch eine Vergütung begünstigt wird, sondern auch die Attraktivität des Erzieherberufs durch eine Dualisierung der Ausbildung insgesamt gestärkt wird – in Zeiten von Fachkräftemangel ein sicherlich zu diskutierendes Modell für ganz Schleswig-Holstein.