CDU präsentiert 10-Punkte-Plan für Wissenschaft und Forschung
Regierungskoalition muss harte Kritik einstecken
Die heutige Regierungserklärung von Wissenschaftsministerin Alheit hat bei der Oppositon scharfe Kritik hervorgerufen. CDU-Fraktionschef Daniel Günther warf der Regierungskoalition vor, die Hochschulen in den vergangenen Jahren vernachlässigt zu haben, und legte“ sehr zur Überraschung der Regierungsfraktionen - einen 10-Punkte-Plan vor.
An die Adresse der Wissenschaftsministerin sagte Günther: „Fernab der schönen Worte, die Sie gewählt haben, gab es im gesamten Wissenschafts- und Forschungsbereich in dieser Wahlperiode keine positive Aktivität. Das war in den ersten beiden Jahren der Amtszeit Wende der Fall, die sich im Wesentlichen im Schulbereich austobte. Für die Hochschulen hatte sie keine Zeit übrig. Das hat sich in Ihrer Amtszeit nahtlos fortgesetzt.“
In dem 10-Punkte-Plan kündigt die CDU an, für mehr Verlässlichkeit an den Hochschulen zu sorgen und mit Blick auf die Finanzierung den Anschluss an die anderen norddeutschen Bundesländer herzustellen. Das Studienangebot soll sich stärker an der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt orientieren und die Studienabbrecherquote reduziert werden. Die CDU will zudem durch straffere Entscheidungsstrukturen und mehr Bauinvestitionen die Gebäudeinfrastruktur der Hochschulen verbessern sowie mehr Wohnheimplätze schaffen.
Damit die schleswig-holsteinischen Hochschulen auch im nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen können, kündigte Günther an, die Hochschulen dabei zu unterstützen, den Anteil befristeter Verträge zu reduzieren und mehr unbefristete Arbeitsverhältnisse zu fördern. Gleichzeitig soll der Autonomieprozess wieder vorangetrieben und hinderliche Bürokratie abgebaut werden.