Regierungsfraktionen lehnen schnellere Kreisstraßensanierung ab
Callsen: Unverantwortlicher Umgang mit den Kreisen zustehenden Mitteln
Die Regierungsfraktionen haben in dieser Woche im Wirtschaftsausschuss den Gesetzentwurf der CDU-Fraktion für eine schnellere Sanierung der Kreisstraßen abgelehnt. Der Entwurf sah vor, die Fördermittel wieder deutlich zu erhöhen. SPD, Grüne und SSW hatten dem Erhalt der Kreisstraßen durch eine Änderung der Prioritätensetzung zweistellige Millionenbeiträge entzogen, dabei wird es jetzt bleiben.
„Allein 2016 konnten 31 von 74 beantragten Deckenerhaltungsmaßnahmen auf Kreisstraßen nicht berücksichtigt werden, obwohl Bundesmittel dafür zur Verfügung gestanden hätten. Die Tendenz abgelehnter Maßnahmen nimmt seit Jahren zu“, kritisierte CDU-Wirtschaftsexperte Johannes Callsen.
Auch die Fördermöglichkeiten für Ausbauvorhaben seien deutlich eingeschränkt worden. Eine Förderung kommunaler Neubauprojekte aus den noch bis 2019 verfügbaren Entflechtungsmitteln sei gar nicht mehr darstellbar.
„Es macht mir Sorge, wie die Koalition mit den Interessen der Kreise umgeht. Schließlich geht es um Geld, das den Kreisen zusteht“, so Callsen.