CDU kritisiert Planungschaos der Landesregierung
Arp: Rot/Grün/Blau hat teure Verzögerung der Festen Fehmarnbeltquerung zu verantworten
Es ist eine Tatsache: Die Feste Fehmarnbeltquerung kommt später als erwartet. Ihr Bau verzögert sich um mindestens ein weiteres halbes Jahr. Das hatte Verkehrsminister Meyer im Dezember bekannt gegeben: Der deutsche Planfeststellungsbeschluss werde nicht mehr wie bisher vorgesehen 2017, sondern frühestens Mitte 2018 kommen. Heute diskutierte der Landtag über die Verzögerung.
Die CDU warf der Landesregierung Planungsversagen vor. Schuld sei neben der Vielzahl der Klagen auch das Planungschaos zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium, wodurch wichtige Unterlagen verspätetet eingereicht worden seien.
„Minister Meyer ist nie um Ausreden verlegen, wenn er versprochene Termine wieder einmal nicht halten kann. Er hat die Bedeutung dieses europäischen Verkehrsprojektes bis heute nicht begriffen. Dieser Minister kann keine Planung und hat sein Haus nicht im Griff“, so Arp.
Schon im Dezember 2016 in einer Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses habe Meyer den Zeitverzug gegenüber Dänemark lapidar so kommentiert, dass man Zeitpläne immer sehr ambitioniert setze. Das Problem, so Arp, sei aber, dass die Dänen Minister Meyer geglaubt hätten. „Jetzt, wo nichts mehr zu retten und das Vertrauen der Dänen in uns erschüttert ist, wird wieder öffentliche Schadensbegrenzung versucht“, betonte der CDU-Politiker.
Unterdessen griff Arp einen heute bekannt gewordenen Vorstoß des Bundesverkehrsministers auf. Dieser hatte in der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung eine Reform des Planungsrechts nach dänischem Vorbild ins Spiel gebracht. Arp konstatierte: „Nun ist Dobrindt offenbar der Geduldsfaden gerissen. Er zieht die richtigen Lehren aus den verkehrspolitischen Dramen in Schleswig-Holstein. Am Fehmarnbelt wird sehr deutlich, weshalb die Umsetzung des identischen EU-Umweltrechtes im Vergleich zu Dänemark in Deutschland viel länger dauert und viel mehr Geld verschlingt. Daraus können wir lernen. Zumindest das sollte Meyer nicht auch noch verschleppen.“