Unterrichtsversorgung liegt über 100 Prozent
Große Wertschätzung der Arbeit der Grundschullehrkräfte
Die Antwort der Landesregierung auf eine große Anfrage zum Thema Unterrichtsqualität an Grundschulen war heute Grundlage einer Plenardebatte im schleswig-holsteinischen Landtag. Dazu sagte unser bildungspolitischer Sprecher, Tobias von der Heide:
„Wir müssen uns weiterhin um die Lehrerversorgung an den Grundschulen kümmern, auch wenn wir eine Unterrichtsversorgung haben, die über 100 Prozent liegt. Die Beantwortung der Anfrage stellt noch einmal die Herausforderung heraus, dass in den kommenden Jahren viele Lehrkräfte in den Ruhestand gehen werden bei gleichzeitigem Lehrermangel. Dieses Thema ist allerdings nicht neu und schon lange bekannt. Und wir haben viele Maßnahmen in Angriff genommen. Mehr Stellen im Vorbereitungsdienst. Sage und schreibe 1000 Studienanfänger mehr seit 2014 für ein Lehramtsstudium. Wir haben Regionalzuschläge für besonders betroffene Kreise eingeführt.“
Zu diesen Maßnahmen sei eine große Wertschätzung der Arbeit der Grundschullehrkräfte wichtig. „Diese haben wir mit der schrittweisen Einführung der A13-Besoldung deutlich gemacht. Andere haben davon immer nur gesprochen, wir haben das auf den Weg gebracht. Und genauso wie um die Lehrkräfte, kümmern wir uns auch um die Schulleitungen. Letztes Jahr wurden die Vergütung der Grundschulleitungen und ihrer Vertretungen um zunächst eine „halbe Besoldungsstufe“ erhöht. Dieses Jahr folgt die zweite Anhebung“, so der bildungspolitische Sprecher.
Ein weiteres Thema sei das Gesundheitsmanagement von Lehrkräften. Dieser Aspekt werde auch in dem Bericht behandelt. Dabei gebe es besondere Probleme bei Grundschullehrern: „Präsentismus, also Anwesenheit von Lehrkräften trotz Krankheit, und Belastung durch Lärm und Geräusche sind besondere Probleme von Grundschullehrer. Das müssen wir im Blick behalten. Wir tun auch etwas zum Beispiel durch Förderung von Lärmschutzmaßnahmen über unser Schulbausanierungsprogramm, trotzdem bleibt der Gesundheitsschutz eine permanente Aufgabe an unseren Grundschulen auch ganz unabhängig von Corona“, so von der Heide abschließend.