4,4 Millionen Euro vom Land für zusätzliche Busse
Nur geringer Verwaltungsaufwand nötig
Tobias von der Heide stellte nach einem Blick auf die aktuellen Zahlen der Infizierten fest, dass es Zeit zum Handeln sei, denn die Lage sei ernst und in den vergangenen Tagen noch ernster geworden. Immer häufiger gebe es ein diffuses Infektionsgeschehen. Wir können nicht mehr genau sagen, wo sich Menschen anstecken. Das Virus mache nicht vor dem Schulbus halt.
„Seit längerer Zeit diskutieren wir deshalb auch schon das Thema Schülerbeförderung. Schülerbeförderung ist Aufgabe der Kreise und kreisfreien Städte. Und ich will ausdrücklich loben, dass viele Kreise das Thema aufgegriffen haben, zum Beispiel in Stormarn und im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Aber es gibt eben auch Kreise, die nicht tätig geworden sind. Und vor dem Hintergrund der Entwicklung der vergangenen Wochen wollen wir es unbedingt vermeiden, dass Schülerinnen und Schüler dicht gedrängt in Bussen ihren Weg zur Schule antreten. Und obwohl das Land nicht dafür zuständig ist, müssen wir tätig werden und Anreize schaffen, damit jeder Kreis sich um das Thema Schülerbeförderung kümmert“, so von der Heide.
Die Vorschläge der SPD und des SSW seien da nicht hilfreich. Eine Busbörse brauche man nicht, denn vor Ort wissen die Schulträger und Verkehrsbetriebe sehr genau, wo zusätzliche Busse herkommen können. Irritierend auch der Vorschlag, zusätzliche Waggons im Bahnverkehr einzusetzen.
4,4 Millionen Euro würden jetzt zur Verfügung gestellt und damit die Hälfte der Kosten der zusätzlichen Schülerbeförderung übernommen. Also stünden – wenn dann auch alle Kreise mitmachen – fast 9 Millionen Euro zusätzlich für die Schülerbeförderung zur Verfügung. Das Ganze solle für die kommenden drei Monate – also von Januar bis März – gelten und möglich machen, dass überall dort, wo Schulbusse überfüllt seien, zusätzliche Busse zur Verfügung gestellt würden, damit das Infektionsrisiko auf dem Schulweg sinke.