Für das Klima an einem Strang ziehen
Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden
Tobias Koch, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, sprach sich heute im Plenum gegen Aktionismus beim Thema Klimaschutz aus. Vielmehr gelte es, kontinuierlich Lösungen zu finden, um die bereits gesetzten Zielmarken einzuhalten. Davon sei man jedoch noch weit entfernt. Die Einflussmöglichkeiten der neuen Jamaika-Landesregierung auf diese Entwicklung seien nach der Regierungsbildung allerdings begrenzt gewesen.
„Mit Klimaschutzgesetzen allein ist es nicht getan“, so Koch. Entscheidend seien vielmehr die konkreten Maßnahmen, die ergriffen werden müssten, um die Klimaschutzziele einzuhalten. Auf diesen Weg habe sich Jamaika in den vergangenen zwei Jahren gemacht:
- Mit der Anschaffung neuer Triebwagen im Schienen-Personen Nahverkehr.
- Mit der Förderung der Elektromobilität und der dazugehörigen Ladestruktur.
- Mit der Unterstützung der Region Heide bei der Bewerbung für ein Reallabor.
- Mit der Bewerbung für eine Batteriezellen-Forschungsfabrik in Itzehoe.
- Mit dem Ausbau der Windenergie, bei der bisher 6,9 GW von angepeilten 10 GW erreicht wurden.
- Und mit dem Bau eines LNG-Terminals in Brunsbüttel.
„Nur mit solch konkreten Maßnahmen wird es gelingen, die Klimaschutzziele zu erreichen, so der Fraktionsvorsitzende weiter. Dafür gehe Schleswig-Holstein einen echten Kraftakt ein und setze sich zusätzlich auf Bundesebene mit Initiativen ein:
So mit der Bundesratsinitiative zur CO2-Bepreisung, die im Erfolgsfall dazu führen werde, dass die EEG-Umlage wegfallen, zumindest deutlich reduziert könnte. Und mit der Initiative einer auf Umwelt- und Klimaschutz ausgerichteten Städteplanung.
Koch: „Wir wollen erreichen, dass mit der Städtebauförderung auch ein Anreiz zur umwelt- und klimafreundlichen Quartiersentwicklung geschaffen wird.“ Damit würde man eine größere Hebelwirkung als allein mit einem Landesprogramm haben, so Koch, der gleich die verschiedenen Bereiche ansprach: ressourcenübergreifendes Bauen, Flächenrecycling, Regenwassernutzung, Dach- oder Fassadenbegrünung und Urban Gardening.
Dazu käme auch die Einbeziehung von Mobilitätskonzepten wie Car-Sharing, E-Roller und E-Bikes sowie Ladestationen. Zudem könne man auch bei dem bestehenden KfW-Programm zur energetischen Stadtsanierung ansetzen.
„Ökologie und Ökonomie miteinander zu vereinbaren war für uns nicht nur ein schönes Motto für den Koalitionsvertrag, sondern wird auch im tagtäglichen Regierungshandeln gelebt“, so Koch. Umwelt- und Klimaschutzziele seien von existenzieller Bedeutung, die Welt aber viel zu komplex, sich nur auf ein Thema auszurichten. Stets werde es darum gehen, auch andere Belange wie soziale Fragen, Bildungsaspekte, die internationale Zusammenarbeit und vieles mehr in die Entscheidungsfindung mit einfließen zu lassen. Jamaika in Schleswig-Holstein werde da Vorbild für die Bundesrepublik sein.