HSH Nordbank soll für rund eine Milliarde Euro verkauft werden
Tobias Koch: Angesichts von milliardenschweren Altlasten ein Ende mit Schrecken
Ministerpräsident Daniel Günther und Finanzministerin Monika Heinold sowie ihre Hamburger Amtskollegen verkündeten am Mittwoch (28. Februar) die Unterzeichnung eines Vertrages über den Verkauf der HSH Nordbank. Der Kaufpreis für die Bank beträgt etwa eine Milliarde Euro. Aufgrund von Garantien aus der Zeit der Finanzkrise werden die Länder noch einmal für jeweils fünf bis sieben Milliarden Euro aufkommen müssen.
„Mit einem erfolgreichen Abschluss des Verkaufsvertrages kann endlich ein Schlussstrich unter das Kapitel der HSH Nordbank gezogen werden. Der jetzt vereinbarte Kaufpreis übertrifft alle Erwartungen und spricht für die professionelle Durchführung des gesamten Verkaufsprozesses“, so der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Tobias Koch, der zugleich dem Verhandlungsteam um Ministerin Heinold und Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann dankte.
Dennoch müsse man von einem Ende mit Schrecken sprechen. Der Landeshaushalt der kommenden Jahre und damit die Steuerzahler würden mit mindestens fünf Milliarden Euro belastet. Die HSH Nordbank erweise sich endgültig als folgenschwere Fehlentscheidung.
Tobias Koch: „Die Lehre daraus kann nur lauten, dass sich der Staat nicht noch einmal versucht, als Unternehmer am Markt zu betätigen. Mit der von CDU, Grünen und FDP vereinbarten soliden Haushaltpolitik werden wir zudem dafür sorgen, dass die Schuldentilgung zum festen Bestandteil zukünftiger Landeshaushalte wird.“
Dem Vertrag müssen nun noch der Schleswig-Holsteinische Landtag und die Hamburger Bürgerschaft sowie die EU-Kommission und die Europäische Bankenaufsicht zustimmen.