Jamaika bringt Schleswig-Holstein nachhaltig voran
Kein Infragestellen der Schuldenbremse
Tobias Koch, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag, nahm heute im Plenum Stellung zum inzwischen 3. Haushaltsentwurf der Landesregierung. Deutlich werde dabei, wie nachhaltig die Jamaika-Koalition das Land voranbringe.
Deutlich mache das beispielsweise die Investitionstätigkeit des Landes: Schon im ersten Haushalt in der aktuellen Wahlperiode glatt auf 1,2 Milliarden Euro verdoppelt, erreicht sie zusammen im dritten Jahr bereits 4 Milliarden Euro. Das entspreche fast dem gesamten Sanierungs- und Investitionsbedarf für den Zeitraum 2015 -24. Diese Summe werde nun vier Jahre früher erreicht, in der gerade verabschiedeten Finanzplanung kämen im Zeitraum 2021 bis 2024 jedoch noch einmal 4,8 Milliarden Euro an Investitionen hinzu. Wir beseitigen den Sanierungsstau und machen unser Bundesland fit für die Zukunft“, so Koch.
Deutlich machte der Fraktionsvorsitzende auch, dass an der Schuldenbremse nicht gerüttelt werden dürfe. Nur durch diese sei es möglich gewesen, finanzielle Spielräume zu erwirtschaften.
Ein gutes Beispiel für die Umsetzung der im Koalitionsvertrag gesetzten Ziele sei auch die KiTa-Reform. Mit einem zusätzlichen Volumen in Höhe von einer Milliarde Euro in dieser Wahlperiode sei dies eine weitere Investition: die in die Qualität der KiTas und die Entlastung der Eltern.
Schritt für Schritt würden auch die Ziele in der Bildungspolitik erreicht. 1700 Stellen mehr als ursprünglich vorgesehen, 100-prozentige Unterrichtsversorgung, Bildungsbonus für „PerspektivSchulen“, bessere Bezahlung für Schulleiter und deren Stellvertreter sowie die Anhebung der Gehälter der Grundschullehrerinnen und -lehrer, einprozentige Besoldungserhöhung in den Jahren 2021 bis 2024 als permanenter Aufschlag auf die Besoldungstabelle. Weiteren strukturellen Mehrbelastungen erteilte Koch allerdings eine Absage: „Wir machen nur das, was wir uns dauerhaft leisten können.“
Die exzellente Haushaltslage der vergangenen beiden Jahre habe es erlaubt, den Kommunen mit einem dreistelligen Millionenbetrag unter die Arme zu greifen. So seien Förderprogramme für Schultoiletten und Schulbausanierung ebenso aufgelegt worden wie für Sportstätten, KiTa-Baumaßnahmen und Barrierefreiheit. Eine Einigung im FAG stehe noch aus, sicher sei aber, dass die Landesregierung den Kommunalen Finanzausgleich mit einem signifikanten Millionenbetrag aufstocke.
Vor allem der CDU liege die Sicherheit im Lande am Herzen. 500 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten im Laufe der Legislatur zeugten davon. Eine zweite Hundertschaft ist in Planung, der Kriminaldauerdienst und die Wasserschutzpolizei würden Unterstützung bekommen. Das gelte auch für die Justiz: Neue Stellen für Staatsanwaltschaften und Richterinnen und Richter.
Eine Entlastung bei der Grunderwerbssteuer soll helfen, Wohnungsbau in Schleswig-Holstein leichter zu machen. „Wenn die Kollegen im Bundestag den vorliegenden Gesetzentwurf beschließen, mit dem das Steuerschlupfloch Share Deals bei der Grunderwerbsteuer geschlossen wird, dann haben wir in Jamaika eine zeit- und wirkungsgleiche Entlastung für den Wohnungsbau in Schleswig-Holstein vereinbart“, so Koch.
Am Schluss formulierte der Fraktionsvorsitzende noch einen Wunsch: „Aus Sicht der CDU-Landtagsfraktion würde ich nach dem erfolgreichen Auftakt unseres Waldgipfels wünschen, dass sich eine nennenswerte Summe für Aufforstungsmaßnahmen im Haushalt verankern ließe. Vielleicht gelingt es uns ja, dieses in den bevorstehenden Haushaltsberatungen noch in den Entwurf hinein zu verhandeln.“