Maritime Wirtschaft von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung
Norddeutsche Fraktionsvorsitzende setzten maritimes Beschlusspapier auf
Am heutigen Freitag trafen sich die CDU-Fraktionsvorsitzenden der norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen beim schleswig-holsteinischen Gastgeber zur gemeinsamen Konferenz in Kiel, um ein Beschlusspapier zum Thema „Maritime Standorte stärken“ zu formulieren.
„Wir halten das für unbedingt notwendig, denn die maritime Wirtschaft ist für Deutschland als außenhandelsorientiertes Land von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung“, so Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im schleswig-holsteinischen Landtag. Man fordere deshalb von der Bundesregierung die Verwirklichung verschiedener Maßnahmen in den Bereichen LNG-Infrastruktur, Landstromversorgung und in der Schlüsseltechnologie Überwasserschiffbau.
Zudem sprachen sich die Fraktionsvorsitzenden für die Gründung eines Netzwerks „German Ports“ aus, das den Küstenländern gemeinsam ermöglichen soll, den Hafenstandort Deutschland noch besser zu vermarkten.
Auch soll dem Fachkräftemangel begegnet werden. Dazu gehöre, die maritime Infrastruktur wettbewerbsfähig zu erhalten. Eindeutiges Bekenntnis dabei: Man solle sich bei der Beschaffung von Schiffen der Wasser- und Schifffahrtsämter ausschließlich für alternative und emissionsfreie Antriebe entscheiden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: die maritime Forschung. Aus diesem Anlass besuchten die Fraktionsvorsitzenden auch das Kieler Geomar Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung. Norbert Brackmann (MdB, CDU), maritimer Beauftragter der Bundesregierung, ließ sich dort ebenso wie die Fraktionsvorsitzenden von Professor Herzig, Leiter des Zentrums; informieren. Brackmann kündigte an, dass er nicht nur bereits entsprechende Punkte in Berlin angestoßen habe, sondern auch viele Anregungen zusätzlich mit auf den Weg in die Bundeshauptstadt nehmen werde.