Deutsche Einheit: Aus der Geschichte lernen für eine friedliche Zukunft
Es geht um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft
Anette Röttger, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, erinnerte in ihrer Rede heute im Plenum an die Ereignisse der Grenzöffnung vor 30 Jahren: „Im Herbst 1989 war ich an der offenen Grenze in Schlutup dabei. Lübeck verwandelte sich über Nacht in eine Stadt voller Trabbis. Unzählige Menschen lagen sich in den Armen, weinten vor Freude und füllten die großen Lübecker Kirchen. Wir, die wir Zeitzeugen dieser Ereignisse sind, tragen heute Verantwortung. Ich gehöre zu einer Familie, die sowohl hier in Schleswig-Holstein als auch seit der Wende in Mecklenburg-Vorpommern Land bewirtschaftet.“
Die Deutsche Einheit sei eine Erfolgsgeschichte und unzertrennlich mit den herausragenden Leistungen unseres damaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl verknüpft. Diese friedliche deutsche Revolution gehöre zu den wichtigsten historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts und stelle einen Glücksfall für das Land und seine Bürger dar.
Röttger: „Demokratie, freie Wahlen, ein Rechtsstaat und die soziale Marktwirtschaft haben für alle Menschen in Deutschland ein Leben in Freiheit, Frieden und Wohlstand hervorgebracht, wie es keine Generation vor uns je erlebt hat. Das alles ist nicht selbstverständlich.“
Wichtig sei, aus der Deutsch-Deutschen-Geschichte zu lernen, um auch die Zukunft friedlich zu gestalten. 30 Jahre seien ein guter Zeitpunkt, um die Deutsch-Deutsche Geschichte in der schulischen und kulturellen Bildung noch besser zu verankern. Die Deutsche Einheit gehöre in den Geschichtsunterricht an unseren Schulen.
Die Deutsche Einheit sei nach 30 Jahren insbesondere für ein Bundesland wie Schleswig-Holstein mit einer ehemals innerdeutschen Grenze auch räumlich hautnah erlebbar. Dort verfüge man über historische Orte und in der ehemaligen Grenzregion über Grenzdokumentationsstätten und ehrenamtliches Engagement.
„Auf Bundesebene wollen wir dafür werben, dass genau diese authentischen Orte im ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet in Schleswig-Holstein als Lernorte professionell weiterentwickelt und gefördert werden. Erinnern, bewahren und Zukunft gestalten – das ist unser gemeinsamer Auftrag. Es geht um mehr als gute Nachbarschaft, es geht um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“ so Röttger abschließend.