CDU: Baden-Württembergs Abstieg muss Schleswig-Holstein eine Warnung sein
Fraktionschef Günther rechnet mit Bildungspolitik der Koalition ab
Die Bildungspolitik der rot-grün-blauen Landesregierung sorgte heute Vormittag für einen harten Schlagabtausch im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Anlass war eine Regierungserklärung von Bildungsministerin Britta Ernst zu den Ergebnissen der Ländervergleichsstudie des IQB-Instituts. Aus der Ende Oktober veröffentlichten Studie geht hervor, dass schleswig-holsteinische Schülerinnen und Schüler in den Fächern Englisch und Deutsch mittlerweile im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz belegen. Probleme sind jedoch die hohe Abbrecherquote von sieben Prozent und das Auseinanderdriften von Mädchen und Jungen in der Rechtschreibung.
CDU-Fraktionschef Daniel Günther forderte in seiner Rede einen Kurswechsel in der Bildungspolitik. Die rot-grüne Regierungskoalition habe in den vergangenen Jahren gefährlich an der Leistungsschraube gedreht. Als Beispiele nannte er die Abschaffung der Schulartempfehlungen und die Einführung des Einheitslehrers. Das Ziel von Rot-Grün sei nach wie vor die Einheitsschule. Auch wenn sich Umgang und Stil von Ministerin Ernst von denen ihrer Vorgängerin Waltraud Wende positiv unterschieden, habe sie keine ernsthafte Kurskorrektur vorgenommen.
Günther mahnte, sich ein warnendes Beispiel an Baden-Württemberg zu nehmen. In der IQB-Studie waren die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im früheren Vorzeigeland dramatisch abgerutscht. „Baden-Württemberg hat bereits gezeigt: Die rot-grüne Vorstellung, ohne Leistung geht Schule auch, ist eine Illusion. In nur fünf Jahren hat es die grün-rote Landesregierung geschafft, das Land schulpolitisch abzuhängen. Und das mit weitreichenden Folgen, wie die IQB-Studie zeigt. Wenn Rot-Grün so weiter macht, droht Schleswig-Holstein der gleiche Abstieg wie Baden-Württemberg“, so Günther.
In den vergangenen Monaten hatten andere Studien der Bildungspolitik in Schleswig-Holstein schlechte Zeugnisse ausgestellt. So kam beispielsweise der Bildungsmonitor zu dem Ergebnis, dass Schleswig-Holstein das einzige Land ist, wo sich die Leistungen der Schüler in den vergangenen drei Jahren – zwischen 2013 und 2016 - verschlechtert haben.