Perspektivschulen mit Bildungsbonus stärken
Eine längst überfällige Maßnahme
Tobias Loose, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sprach sich in der heutigen Landtagssitzung (23.01.2019) für den Bildungsbonus aus:
„Der Bildungsbonus ist eine längst überfällige Maßnahme zur Unterstützung von Schulen in sozialen Brennpunkten. Viele Bundesländer haben bereits seit Jahren ähnliche Modelle. Und es drängt sich auch bei diesem Bericht der Bildungsministerin die Frage auf, warum wir ein solches Instrument noch nicht haben“, so Loose.
Um diesen sogenannten Perspektivschulen zu helfen stelle die Jamaika-Koalition bis 2022 über 30 Millionen Euro zur Verfügung. Dadurch könne man die unterschiedlichen Sozialstrukturen in den verschiedenen Stadtteilen, die oftmals der Auslöser für Problemfelder seien, zwar nicht auflösen aber die Chancengerechtigkeit verbessern, machte der Abgeordnete deutlich.
Die Kritik, dass die Schulen sich um die Bonusmittel bewerben müssten sei unbegründet, da es richtig und wichtig sei, dass sich Schulen konzeptionell mit dem Bildungsbonus auseinandersetzten und ihre Ziele und Vorstellungen deutlich machten. Es gehe darum, Mittel dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht würden - der Sozialatlas sei dabei das richtige Werkzeug, um sich einen Überblick über die Felder mit Handlungsbedarf zu verschaffen, so Loose.
„Ich habe ja jetzt auch schon wieder gehört, dass wir aufpassen müssen, dass zukünftige Perspektivschulen nicht stigmatisiert werden. Und ich glaube, dass wir keine Schulen als Perspektivschule identifizieren, die vollkommen überrascht sein werden, dass sie von dem Bildungsbonus profitieren. Und gerade deshalb ist die Einführung des Bildungsbonus aus unserer Sicht überfällig“, so Loose abschließend.