Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, sprach im Plenum am heutigen Freitag über das Thema Künstliche Intelligenz (KI):
„Beim Thema Energiespeicherung haben wir uns mutig um die Batteriezellen-Forschungs-fabrik beworben. Wir waren dabei auf Augenhöhe mit den großen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, NRW und werden deshalb am Ende auch nicht leer ausgehen. Beim Thema Wasserstofftechnologie sind wir in Schleswig-Holstein gleich mit zwei Reallaboren zum Zuge gekommen. Beim Ausbau des Glasfasernetzes liegt Schleswig-Holstein mit einer Anschlussquote von mittlerweile 40% der Haushalte bundesweit an der Spitze“, so Koch.
Schleswig-Holstein werde nur dann erfolgreich sein, wenn es schneller, kreativer und intelligenter sei als andere Bundesländer.
Die Digitalisierung verändere das Leben, und ein Schlüsselthema der Digitalisierung sei dabei die Künstliche Intelligenz. KI bilde die Grundlage für autonomes Fahren, ermögliche die automatische Auswertung medizinischer Daten zur Früherkennung von Krankheiten und optimiere die Steuerungsprozesse von Industrieanlagen, um nur ein paar Beispiele zu nennen, so der Fraktionsvorsitzende weiter.
Im Konzept der Landesregierung würden die bevorstehenden Veränderungen völlig zu Recht mit dem Zeitalter der Industrialisierung verglichen. Algorithmen, neuronale Netze, selbstlernende Systeme seien die Dampfmaschinen der heutigen Zeit.
Schleswig-Holstein werde dabei auf vorhandenen Stärken setzen. Diese gelte es, gezielt weiter auszubauen. Gerade im Bereich der Medizin und der Gesundheitswirtschaft habe man in Schleswig-Holstein beste Voraussetzungen.
Und ein weiteres Projekt befinde sich derzeit im Rennen um Bundesmittel aus dem vom Bundeswirtschaftsministerium aufgelegten Innovationswettbewerb Künstliche Intelligenz: Beim Projekt KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme, kurz KI-Sigs, seien die Uni Lübeck, die CAU und das UKSH Teil eines norddeutschen Konsortiums, das sich um Bundesförderung von 10 Millionen Euro bewerbe.
Im Hinblick auf die vom Bund im Rahmen der Nationalen KI-Strategie in Aussicht gestellten 100 neuen Professuren und den 12 bundesweiten KI-Zentren komme es entscheidend darauf an, jetzt auch als Bundesland Flagge zu zeigen und den eigenen Standort zu stärken.
Koch: „Wir setzen deshalb nicht nur auf die Förderung und die Hilfe vom Bund, sondern nehmen mit dem vorliegenden Gesetzentwurf auch eigene Landesmittel in die Hand. Mit der Bildung des Sondervermögens zur Förderung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz schaffen wir ein Finanzierungsinstrument, das über die jährlichen Haushaltsmittel hinausgeht und damit die Planungssicherheit und erforderliche Flexibilität für mehrjährige Projekte bietet.“
Wie es anschließend weitergehe und was der Einsatz von Künstlicher Intelligenz für Schleswig-Holstein bedeute, das könne im Rahmen des nächsten Fördeforums am 11. September der CDU-Landtagsfraktion diskutiert werden.