Harter, aber unausweichlicher Weg
Nur gemeinsam ist Corona-Welle zu stoppen
„Politik wie in Zeitraffer: Erst am Montag hat Schleswig-Holstein die 50er Inzidenz-Marke überschritten. Am Dienstag stiegen die Zahlen weiter und bundesweit hatten wir einen traurigen neuen Höchststand an Todesfällen zu verzeichnen. Am Mittwoch, bei weiter steigenden Zahlen, hat der Ministerpräsident hier im Landtag genau das sehr klar und deutlich spätestens für die Zeit ab Weihnachten angekündigt. Am gestrigen Donnerstag haben wir dann einen bundesweiten Rekordwert an Neuinfektionen verzeichnet – trotz des mittlerweile sechs-wöchigen Lockdown-Light. Daraufhin hat sich die Landesregierung für einen strengen Lockdown zum frühestmöglichen Zeitpunkt ausgesprochen. Am heutigen Freitag erleben wir gleich den nächsten bundesweiten Rekordwert. Knapp 30.000 Neuinfektionen bedeuten einen sprunghaften Anstieg von 6.000 Fällen ausgehend von dem ohnehin schon erhöhten Niveau der letzten Wochen“, so der Fraktionsvorsitzende Tobias Koch.
In Schleswig-Holstein seien die Corona-Maßnahmen gegenüber anderen Bundesländern schon das ganze Jahr über davon bestimmt, dass frühzeitig und konsequent gehandelt wurde. Gerade in dieser Woche habe eine repräsentative Umfrage gezeigt, dass die Zufriedenheit der Menschen mit dem Corona-Krisenmanagement in keinem anderen Bundesland höher sei als in Schleswig-Holstein. Das sollte jeden bestärken, den schleswig-holsteinischen Weg weiterzugehen. Nicht erst abwarten und das Unheil seinen Lauf nehmen lassen, sondern schnell und entschieden handeln, damit die dramatisch hohen Infektionszahlen anderer Bundesländer gar nicht erst Realität würden.
Nur gemeinsam sei die Corona-Welle zu stoppen. Deshalb brauche es eine bundesweite Regelung. Das müsse das Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz am Wochenende sein, forderte Koch, der auch die offene und direkte Entscheidung im Parlament lobte – und das Mitwirken der Opposition. „Eine breitere demokratische Legitimation für das Handeln unserer Landesregierung kann es kaum geben“, so der Fraktionschef.