Fehlende Baureife kostet das Land 326 Millionen Euro
Minister Meyer ist ein Problem für die Zukunftsfähigkeit Schleswig-Holsteins
Seit Jahren fordert die CDU-Fraktion im Schulterschluss mit Spediteuren, der Wirtschaft und selbst den Gewerkschaften mehr Planungsstellen und -mittel für den Landesbetrieb für Verkehr. Auch Verkehrsminister Dobrindt hatte Schleswig-Holstein mehrfach“ zuletzt vergangene Woche - dafür kritisiert, die Planfeststellungsverfahren für wichtige Bauprojekte des Bundes nicht schnell genug zum Abschluss zu bringen“ bislang vergeblich.
Offenbar wurde der Druck nun zu groß: Vor der heutigen Aktuellen Stunde meldete der SHZ, Verkehrsminister Meyer habe bei der grünen Finanzministerin 30 zusätzliche Stellen durchgesetzt. Dies bestätigte Meyer später im Landtag. CDU-Verkehrsexperte Hans-Jörn Arp bezeichnete diese Entscheidung als überfällig. „Deshalb hat Verkehrsminister Meyer auch keinen Grund zu feiern: Sie werden die Einstellung der Planer nicht mehr erleben“, erklärte Arp an den Minister gerichtet.
326 Millionen Euro bereitgestellter Bundesmittel seien wegen fehlender Baureife nicht abgerufen worden und an andere Länder gegangen. Trotz zusätzlicher Einnahmen des Landes in Milliardenhöhe verrotteten in Schleswig-Holstein massenhaft Brücken und Straßen. Meyer suche die Schuld für dieses Versagen immer nur bei anderen. Fakt sei, dass allein mit den für die Umsetzung der wirtschaftsfeindlichen Gesetze von SPD, Grünen und SSW nötigen 3,8 Millionen Euro längst die Stellen für die Planer hätten geschaffen werden können. Über vier Jahre habe Meyer diese zusätzlichen Stellen als unnötig abgelehnt. Arp zählte die vom Bund vorgesehenen und bereit gestellten Mittel für in Verantwortung von Minister Meyer versäumte Maßnahmen auf:
- A20: Hohenfelde-Sommerland - 79,3 Mio. Euro
- A21: Nettelsee- Klein Barkau - 40,2 Mio. Euro
- B 5: Ortsumfahrung Hattstedt/Breklum/Struckum/Bredstedt - 53,9 Mio. Euro
- B202: Ortsumfahrung Tating - 6,2 Mio. Euro
- B209: N-Ortsumfahrung Schwarzenbek - 5,4 Mio. Euro
„Am Ende des Tages sind nicht die in Berlin, das Planungsrecht, der Adler oder die Fledermäuse das Problem. Das Problem ist der Minister“, so Arp.