Waldkindergärten brauchen rechtssichere Lösung
CDU bringt Landtagsantrag ein
Ein Beitrag des NDR-Satiremagazins „Extra3“ in der vergangenen Woche hatte für erheblich Unruhe auch innerhalb der Regierungskoalition gesorgt. Im Fokus des Fernsehbeitrages: der Waldkindergarten Bokhorst im Kreis Plön. Weil der Bauwagen nicht die benötigte Baugenehmigung erhielt, drohte dem Kindergarten das Aus. In dieser Woche wollten die Verantwortlichen mit einem Trauermarsch den Wagen aus dem Wald ziehen. Im letzten Moment dann die Überraschung: In einer E-Mail gab das Kreisbauamt Plön Entwarnung, der Bauwagen dürfe vorläufig im Wald bleiben.
Um auch für die verbleibenden 195 Waldkindergärten eine rechtssichere und verlässliche Lösung zu finden, hat die CDU-Landtagsfraktion in dieser Woche das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Landtagssitzung gesetzt.
Die CDU-Fraktion hatte bereits im November des letzten Jahres eine Lösung für die Waldkindergärten im Land eingefordert. Die Regierungskoalition reagierte darauf aber nicht. Erst der Fernsehbeitrag und der öffentliche Druck sorgten für Bewegung.
Nachdem die Regierungskoalition in den vergangenen Wochen noch versucht hatten, den schwarzen Peter nach Berlin zu schieben, will die Landesregierung nun einen Runden Tisch unter Federführung des Innenministeriums ins Leben rufen.
CDU-Fraktionschef Daniel Günther ging dies nicht weit genug. Er forderte ein Ende der ministeriellen Ausreden. Zu lange habe die Landesregierung die Waldkindergärten im Stich gelassen.
„Niemand braucht mehr einen Runden Tisch. Unsere Fachleute in den Verwaltungen sind genauso gut wie die anderer Bundesländer. Man muss sie nur machen lassen. Die Staatskanzlei soll endlich einem Ministerium die Federführung übergeben und dann wird gearbeitet. Schluss mit den Ausreden, anpacken statt rumschnacken“, so Günther.