Hilfspaket ist ein gewaltiges Pfund
Auch in Zukunft nicht auf Investitionen verzichten
Es gehe darum, Leben und Existenzen zu retten, so Ole-Christopher Plambeck zu den Folgen der veränderten Einnahmesituation im Land. Für die Eindämmung der Corona-Pandemie sei das schnelle und konsequente Handeln von Bundes- und Landesregierung seit März essenziell, alternativlos und vor allem richtig gewesen.
Allerdings mit weitreichenden Konsequenzen: Umsatz- und Gewinnrückgänge, Kurzarbeit und leider auch Arbeitslosigkeit seien die Folge. Gewesen.
So stelle die außerordentliche September-Steuerschätzung einen Rückgang der Steuereinnahmen um rund eine Milliarde Euro für das laufende Haushaltsjahr und rund 3,6 Mrd. Euro bis 2024 – und damit mit dem stärksten Einnahmerückgang in der Geschichte des Landes – fest.
„Jetzt zahlt es sich aus, dass wir in der Vergangenheit verschiedene Sondervermögen für Infrastruktur, Breitband oder auch Künstliche Intelligenz mit Überschüssen aufgebaut haben, mit deren Hilfe wir weiter planbar investieren wollen“, so Plambeck.
Ohne weitere Kredite werde es nicht gehen. Die Schuldenbremse, für die CDU absolute Notwendigkeit, lasse sie krisenbedingt zu. Die Finanzministerin habe einen Kreditrahmen von 4,5 Mrd. Euro vorgeschlagen, welcher über max. 40 Jahre getilgt werden müsse. Gerade in der Krise brauche es einen starken und vor allem verlässlichen Staat, so Plambeck. Die richtige Politik sei es, jetzt massiv in die Infrastruktur zu investieren. „Und das können wir nur, wenn wir unser IMPULS-Programm finanziell absichern und die bestehenden Lücken ausfinanzieren. Es geht um Investitionen in Infrastruktur, in Bildung und auch ganz deutlich in Krankenhäuser. Hier haben wir einen Sanierungsstau, den es aufzulösen gilt. Und es geht vor allem um Investitionen in die Digitalisierung. Die Investitionen müssen nicht nur trotz, sondern gerade wegen der Krise unbedingt weiter vorangetrieben werden. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, bei der Digitalisierung gut aufgestellt zu sein und die vorhandenen Potenziale nutzen zu können.“
Auch unsere Gemeinden, Städte und Kreise seien erheblich von den Einnahmerückgängen betroffen. Aber gerade jetzt müsse die Daseinsvorsorge vor Ort aufrechterhalten und gestärkt werden. Auch hier müsse in Infrastruktur, Ganztag, Radwege, Digitalisierung, Krankenhäuser und die Stärkung der Gesundheitsämter investiert werden.
„Darum ist das Paket von über 500 Millionen Euro, das die Landesregierung zusammen mit den kommunalen Landesverbänden geschnürt hat, um der kommunalen Familie zu helfen, ein gewaltiges Pfund. Über 150 Mio. Euro werden in einem Infrastrukturfonds aufgelegt, um die Kommunen vor allem bei den Themen „Ganztag“ und „erneuerbare Energien“ sowie bei den kommunalen Radwegen zu helfen. Wir sorgen dafür, dass die Gewerbesteuerausfälle sogar überkompensiert werden und der Einkommensteuerausfall ebenfalls bis zu einem Betrag von 110 Mio. Euro ausgeglichen wird. Zudem werden dem neuem FAG strukturell 11 Mio. Euro mehr zugeführt. Im gleichen Zug wird der Verteilungsschlüssel angepasst, sodass wir auch bei der wichtigen FAG-Reform 2021 eine Einigung in der Sache erreicht haben.
Genau diese Einigungen sorgen auf kommunaler Ebene für Planungssicherheit. Sie schafft Vertrauen, und gerade das ist in diesen Zeiten wichtig“, so Plambeck abschließend.