Schwarz-Grün will ein Verkaufs- und Werbeverbot für Energydrinks an Kinder und Jugendliche
Die CDU-Fraktion geht einen weiteren konsequenten Schritt zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Der Landtag debattierte hierzu heute einen Antrag der Koalitionsfraktionen für ein Verbot des Verkaufs von Energydrinks an Kinder und Jugendliche sowie ein entsprechendes Werbeverbot.
Die Sprecherin für Ernährung und Verbraucherschutz, Anette Röttger, machte zu Beginn ihrer Rede klar: „Kinder sind unsere Zukunft! Sie sollen gesund aufwachsen! Das gilt sowohl für ihre körperliche als auch für ihre mentale Gesundheit.“
Energydrinks hätten das Potenzial diese zu gefährden.
„Hinter dem stark gesüßten Gebräu verbirgt sich ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Taurin, L-Carnitin, B-Vitaminen und Süßungsmitteln. Bei regelmäßigem Konsum, besonders bei Kindern und Jugendlichen, können diese Drinks deutlich spürbare gesundheitliche Schäden anrichten.“
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung könnten Energydrinks insbesondere in Kombination mit Alkohol und intensiver körperlicher Belastung Effekte wie Herzrasen, Blutdruckanstieg und Nervosität hervorgerufen werden. Kinder und Jugendliche, die regelmäßig und in hohen Mengen Energydrinks konsumieren, würden daher vom BfR als Risikogruppe mit hohen gesundheitlichem Gefährdungspotenzial eingestuft.
„Risiken regelmäßiger Konsumgewohnheiten werden bislang nicht ausreichend deutlich gemacht. Sichtbare Warnhinweise auf den Packungen fehlen“, betonte Röttger.
Die Dosengrößen für Energydrinks hätten sich bei verschiedenen Anbietern zudem von 250 ml auf 500 ml Dosen verdoppelt. „Das bedeutet etwa 60 g Zucker – das entspricht 20 Stück Würfelzucker pro Dose“, so Röttger.
Das alles sei Grund genug für den vorliegenden Antrag, in dem die Landesregierung gebeten wird, sich auf Bundesebene über eine Bundesratsinitiative für den Schutz von Kindergesundheit einzusetzen und den Verkauf und die gezielte Werbung von Energy-Drinks an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zu untersagen.
„Auch wenn eine Altersgrenze für den Verkauf nicht jeden einzelnen unerlaubten Konsum verhindern wird. Die klare Richtung hin zu deutlich weniger Energydrinks im Kindesalter ist entscheidend.
Mit dieser Forderung stehen wir außerdem nicht allein: In einer gemeinsamen Forsa-Umfrage zusammen mit Foodwatch fordern 87 Prozent der Befragten ein Mindestalter für den Verkauf von Energydrinks. Die Verbraucherministerkonferenz hat bereits 2024 einen Beschluss gefasst und inzwischen kommen auch aus der Ärzteschaft immer mehr klare Forderungen nach einer Altersgrenze“, betont Röttger.
Am Ende der Debatte wurde der Antrag mehrheitlich angenommen. Die Landesregierung wird sich nun im Bundesrat für entsprechende Verkaufs- und Werbeverbote einsetzen.