Schub nach vorne für Bildung und Ausbildung in Schleswig-Holstein
Gute Bildung ist die Grundlage für eine funktionsfähige Gesellschaft. Daher hat die Landesregierung in dieser Woche eine neue Bildungsoffensive gestartet. Wie das schleswig-holsteinische Bildungsministerium und die schwarz-grüne Koalition gestern bekannt gaben, stehen weitere 20 Millionen Euro jährlich für die Verbesserung der Unterrichtsversorgung an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien sowie die Schaffung eines „Azubiwerkes“ bereit.
„Damit verleihen wir dem Bildungssystem in Schleswig-Holstein nochmal einen regelrechten Schub nach vorne – und das bereits ab dem kommenden Schuljahr“, stellten der bildungspolitische Sprecher Martin Balasus und der Sprecher für berufliche Bildung, Peer Knöfler fest.
Konkret bedeuten die Investitionen eine Bereitstellung von 254 zusätzlichen Lehrkräften und damit einen Anstieg der Unterrichtsversorgung an allen weiterführenden Schulen auf 103 Prozent. Das bedeutet insgesamt auch weniger Unterrichtsausfall.
„200 der 254 Lehrkräfte dienen künftig einer noch besseren Unterrichtsversorgung. Die weiterführenden Schulen mit und ohne Oberstufe erhalten eine Reserve für den Vertretungsunterricht in der Sekundarstufe I. Mithilfe dieser zusätzlichen Kräfte können die Schulen dann den Vertretungsunterricht noch besser sicherstellen. Überall dort, wo kein Vertretungsunterricht erforderlich ist, können die zusätzlichen Lehrkräfte dafür eingesetzt werden, Unterricht in Doppelbesetzung zu geben. Lehrerinnen und Lehrer können damit noch stärker als bisher auf die individuellen Stärken und Schwächen von einzelnen Schülerinnen und Schülern eingehen“, betonte Balasus.
Die weiteren 54 Lehrerstellen gehen in die Oberstufen. So können die Fächer Geschichte, Religion/Philosophie und die zweite Fremdsprache im 11. Jahrgang im gleichen Umfang wie bisher unterrichtet werden. Damit reagiert die Landesregierung auf die Anliegen von Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern.
Die 254 neuen Lehrerstellen sollen bereits ab dem Schuljahr 2026/27 besetzt werden können. Hierzu wird noch im März ein Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht, der die Stellen im Landeshaushalt abbildet.
Auch die Auszubildenden im Land können sich über gute Nachrichten freuen. Schleswig-Holstein wird ein Azubiwerk aufbauen, das Auszubildende besser unterstützen soll. Neben Beratungsangeboten soll es insbesondere bezahlbaren Wohnraum schaffen.
„Mit dem Aufbau eines Azubiwerkes, welches künftig 7 Millionen Euro jährlich aus dem Landeshaushalt erhält, wird die Betreuung und vor allem die Wohnraumsituation von Auszubildenden erheblich verbessert. Im Zusammenspiel mit den Ausbildungsbetrieben wird es so gelingen, Ausbildungen in Schleswig-Holstein noch attraktiver zu machen – für die Fachkräfte von morgen, die zwingend gebraucht werden“, lobte Knöfler.
Balasus und Knöfler bekräftigten den eingeschlagenen Weg: „Bildung ist jeden Cent wert – das galt schon immer und für unsere Landesregierung ganz besonders. Das wird mit dem heutigen Paket einmal mehr deutlich!“