Rekordförderung im sozialen Wohnungsbau auch in 2027
Für die Wohnungspolitik der schleswig-holsteinischen Landesregierung stellt die soziale Wohnraumförderung eine zentrale Säule dar. Zwischen 2023 und 2026 stellten Bund und Land hierfür bereits insgesamt 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Zu Beginn dieser Woche gab das Innenministerium bekannt, dass im Jahr 2027 erneut 400 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln für die Förderung bereitgestellt werden. Der Sprecher für Wohnungsbaupolitik Michel Deckmann nannte dies eine „gute und notwendige Entscheidung“.
Mithilfe der sozialen Wohnraumförderung sollen Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen auf dem Wohnungsmarkt unterstützt werden. Auch für Bauträger bringt die Förderung Vorteile mit sich. Bei der Neuerrichtung sozialen Wohnraums, also preisgebundener Mietwohnungen, können Wohnungsunternehmen zu attraktiven Konditionen bauen.
„Die soziale Wohnraumförderung ist deshalb nicht nur Sozialpolitik, sondern auch ein wichtiger Konjunkturmotor. Sie löst zusätzliche private Investitionen aus und sichert so auch Arbeitsplätze im Handwerk und in der Bauindustrie“, betont Deckmann. Gleichzeitig zeigt er sich erfreut, dass mit der Umsetzung des Regelstandards Erleichtertes Bauen Neubauten günstiger als bisher realisiert werden können. So werde die Preisspirale bei den Baukosten nicht weiter angeheizt.
Die Landesregierung setzt für das Jahr 2027 noch drei weitere Schwerpunkte im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung:
Zum einen stehen die Sanierung und Modernisierung von Wohngebäuden im Fokus. Ziel der Förderung ist es an dieser Stelle, die Dekarbonisierung des Wohnungsbestandes voranzutreiben und die Nebenkosten für Mieterinnen und Mieter langfristig stabil zu halten.
Ein zweiter Schwerpunkt wird auf die Förderung des Jungen Wohnens gesetzt. Dieses Programm dient der Schaffung von Wohnraum für Studierende und Auszubildende, die es oft besonders schwer auf dem Wohnungsmarkt haben.
Nicht zuletzt setzt die Landesregierung auch einen Schwerpunkt auf die Eigentumsförderung, mithilfe derer sogenannte Schwellenhaushalte beim Kauf von selbstgenutztem Wohnraum unterstützt werden.
„Die Fortsetzung der Rekordförderung im sozialen Wohnungsbau ist ein starkes Signal: Das Land übernimmt Verantwortung, setzt seine erfolgreiche Politik fort und stellt Wohnen auch weiterhin ins Zentrum seiner Agenda", resümiert Deckmann.