Gemeinsamkeiten zwischen Nord und Süd im Fokus des Frühlingsempfangs
Der Frühlingsempfang der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein am vergangenen Dienstagabend stand ganz im Zeichen des Dialogs und der Gemeinsamkeiten zwischen Nord und Süd. Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Ehrenamt waren der Einladung ins Kieler Landeshaus gefolgt, um gemeinsam den politischen Frühling einzuläuten.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Festrede von Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags. Unter dem Titel „Moin und Servus: Brücken bauen zwischen Nord und Süd“ spannte sie einen Bogen zwischen zwei Regionen, die auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen, aber viele gemeinsame Themen und Werte teilen: Heimatverbundenheit, wirtschaftliche Stärke, Landwirtschaft und Tourismus und ein ausgeprägtes demokratisches und gesellschaftliches Engagement.
Mit Blick auf aktuelle politische Herausforderungen betonte Aigner die Bedeutung der Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen sei es entscheidend, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Selbst bei vermeintlich strittigen Themen wie der Energiepolitik würden Schleswig-Holstein und Bayern mittlerweile immer öfter am selben Strang ziehen. Und auch für den Vorstoß eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche zeigte Aigner eine gewisse Offenheit und Sympathie. Im Hinblick auf den Zuwachs, den radikale Kräfte links und rechts der politischen Mitte erfahren, betonte die CSU-Politikerin die Notwendigkeit, dass sich alle demokratischen Parteien der Mitte einem respektvollen Miteinander im politischen Wettbewerb verschreiben.
Auch der Ministerpräsident, Daniel Günther, hob dies in seinem anschließenden Grußwort hervor. Es brauche eine Art der Kommunikation in der demokratischen Mitte, der ohne Verächtlichmachungen auskomme. Nutznießer eines schlechten Umgangs untereinander seien ansonsten nur die politischen Ränder.
Der Fraktionsvorsitzende Tobias Koch hob in seiner Begrüßung hervor, dass der Frühlingsempfang bewusst Raum für Begegnungen und Gespräche schaffen solle. Politik lebe vom Dialog – nicht nur im Parlament, sondern auch im direkten Austausch mit den Menschen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens.
In vielen Gesprächen im Anschluss an die Rede wurde deutlich, wie wertvoll solche Gelegenheiten für Vernetzung und neue Impulse sind. Der Abend bot nicht nur politische Einblicke, sondern auch die Möglichkeit, Kontakte zu pflegen und neue Perspektiven kennenzulernen. Der Frühlingsempfang der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein machte damit einmal mehr deutlich: Wenn „Moin“ auf „Servus“ trifft, entstehen Brücken – zwischen Regionen, Menschen und Ideen.



