Fördeforum "Next generation Unternehmertum"

Fördeforum „Next generation Unternehmertum“

In dieser Woche lud die CDU-Landtagsfraktion zum nächsten Fördeforum ein, dieses Mal nicht im Plenarsaal des Landtages, sondern in der Hermann Ehlers Akademie im Niemannsweg. Thema: „Next generation Unternehmertum“. Durch den Abend führte Moderator Andreas Otto, Gäste auf dem Podium waren die schleswig-holsteinische Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Karin Prien, die Vorsitzende des Bündnisses Ökonomische Bildung Verena von Hugo, der Präsident der IHK zu Kiel Knud Hansen sowie der Leiter des Projekts iDEEE.schule Richard Nägler.

Auf die Frage, wie ihre Sichtweise auf Unternehmergeist bzw. Entrepreneurship sei, erklärte Karin Prien, man müsse Schülerinnen und Schülern das Unternehmersein wieder näherbringen. Wenn man heute Kinder und Jugendliche nach ihrem Berufswunsch frage, würde kaum jemand sich für das Unternehmertum aussprechen. Doch wie solle man diesen Weg vermitteln?

Man müsse schon in frühen Jahren damit anfangen, den Kindern und Jugendlichen auf die Chancen des Unternehmertums hinzuweisen, so Prien. Leider herrsche in der Regel ein verzerrtes Bild dieses Berufsfeldes. Dabei sei es eine der tragenden Säulen der Gesellschaft.

Knud Hansen wies darauf hin, dass das Bild des Unternehmertums in den letzten Jahren stark gelitten hätte, was auch zu weniger Neugründungen geführt habe. Dieses gelte es zu korrigieren, denn das Land brauche dringend Innovationen als Lösung für die wichtigen Zukunftsthemen. Da seien mutige zukünftige Unternehmer gefordert, denn deren Engagement sei wichtig für die Zukunft, die Weiterentwicklung und den Wohlstand.

Verena von Hugo war der Ansicht, dass junge Menschen durchaus Interesse daran hätten, sich selbstständig zu machen, jedoch auf keine Vorbildung bauen könnten. Das Interesse von jungen Leuten an Wirtschafts- und Finanzthemen sei durchaus hoch, das Wissen jedoch begrenzt. Also sollte dies möglichst schon in Schulen vermittelt werden. „Wenn man jungen Leuten frühzeitig Aufgaben an die Hand gibt, die sie im Leben erfüllen müssen, schwindet die Angst“, so von Hugo.

Nägler vertrat die Meinung, man müsse in der Schule eine neue Herangehensweise vermitteln, sodass junge Menschen sagen würden, da stimme etwas nicht, da fange ich an und könne so neue Ideen entwickeln.

Die Initialzündung könne man laut Nägler zum Beispiel auslösen, indem man an das ganze praktischer herangehe und mit Kindern und Jugendlichen über Chancen und Möglichkeiten statt über Hindernisse sprechen würde.

Verena von Hugo empfahl, in der Schule mehr ökonomische Bildung zu unterrichten. Dazu brauche es dafür ausgebildete Lehrkräfte - und dazu vor allem Zeit.

„Man muss Kinder bei den Themen abholen, die sie interessieren“, so Prien. Das heiße, dass man zum Beispiel den Kindern in Grundschulen etwas über die Verwaltung von Spielgeräten auf dem Schulhof beibringe. Außerdem sei Prien der Meinung, jeder Mensch oder jeder Schüler in seiner Schulzeit solle einmal ein Unternehmen gegründet haben.

Der Moderator stellte noch die Frage, wie viel Potenzial für gute entrepreneurship education vorhanden sei und wo man noch unterstützen müsse.

Knud Hansen verwies darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schule noch mehr gestärkt werden müsse. Vor allem bei der Vermittlung von Praktika sollten Unternehmen helfen. Bei diesen müsse dann allerdings auch darauf geachtet werden, dass Schülerinnen und Schüler einen wirklichen Einblick in die Abläufe des Betriebes oder des Unternehmens bekämen.

In seinem Schlusswort erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Tobias von der Heide, dass der Anreiz zur Unternehmensgründung nicht nur in der Schule geschaffen werden dürfe, sondern auch an den Hochschulen dafür gesorgt werden müsse, Möglichkeiten zu bieten, sich mit dem Thema Unternehmertum zu beschäftigen. Das wolle die CDU unterstützen und außerdem dem Anreiz von Richard Nägler mitnehmen, ein Schuljahr als das Jahr der ökonomischen Bildung auszurufen.

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