Aktuelle Stunde zum Weiterbau der A20
Bereits in der vergangenen Woche konnte der Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen eine Einigung mit dem BUND zum Weiterbau der A20 verkünden. In dieser Woche debattierte auch der Landtag im Rahmen einer Aktuellen Stunde den Ausbau der Autobahn.
Der verkehrspolitische Sprecher Lukas Kilian freute sich über Madsens Verhandlungserfolg und bezeichnete den 12. November 2025 als einen sehr guten Tag für Schleswig-Holstein:
„Denn an jenem Tag kam es zu einem Durchbruch, auf den viele Menschen, viele Unternehmen und ganze Regionen seit Jahren warten: Der Weg wurde freigemacht für den Weiterbau der A20.
Und ja – dieser Durchbruch ist auch ein historischer Erfolg. Ein Erfolg, den wir als CDU‐geführte Landesregierung maßgeblich ermöglicht haben. Ein Erfolg, der zeigt: Wer hartnäckig bleibt, wer Lösungen sucht und nicht ständig Probleme verwaltet, der kann in diesem Land noch etwas bewegen.“
Jeder wisse, dass die A20 nicht irgendein Straßenbauprojekt sei, sondern neben der festen Fehmarnbeltquerung das größte Infrastrukturprojekt im Norden – Rückgrat der Ost-West-Verbindung, Standortfaktor, Logistikader, Lebensader für viele Regionen.
Zur Einigung zwischen Land und BUND bekräftigte der Abgeordnete:
„Wichtig ist mir, dass uns Naturschutz nicht egal ist – im Gegenteil. Wir haben als CDU immer für einen Ausgleich zwischen Infrastruktur und Umwelt gestanden.
Aber dass ein derart wichtiges Projekt über Jahre hinweg ins Stocken geraten konnte, zeigt doch, wie dringend wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland ändern müssen.“
Die Einigung sei ein pragmatischer Schritt, um die Blockade des Weiterbaus zu beenden. Kilian betonte jedoch, dass solche Ausgleichszahlungen nicht zur Regel werden dürften.
„Die Menschen im Land haben wenig Verständnis dafür, dass politische Entscheidungen getroffen werden und sie dann erleben müssen, wie diese Entscheidungen durch immer neue Klagewege blockiert werden. Ich sage hier ganz deutlich: Wir als Union fordern die Möglichkeiten bei Verbandsklagen einzuschränken. Sie dürfen kein Werkzeug sein, um Projekte endlos zu verzögern. Sie dürfen nicht missbraucht werden, um politische Entscheidungen durch juristische Winkelzüge zu ersetzen.
Wir wollen Vertrauen in den Staat stärken, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass politische Entscheidungen auch umgesetzt werden und angekündigte Baumaßnahmen nicht endlos verzögert werden!“
Wenn Projekte wie die A20 über Jahrzehnte feststecken, dann sei das der Nährboden für genau die radikalen Stimmen, die unsere Demokratie infrage stellen.
„Der Weiterbau der A20 ist deshalb auch ein politisches Signal: Er ist ein Zeichen, dass wir Projekte zu Ende bringen. Er ist ein Zeichen, dass das Land handlungsfähig ist, dass wir gestalten – und nicht nur verwalten“, so Kilian abschließend.