| Nr. 308/07

zum Aktionsplan gegen häusliche Gewalt: Nicht die Opfer müssen sich schämen

Die familienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Frauke Tengler, hat den heute (28. August 2007) in Kiel vorgestellten Aktionsplan gegen häusliche Gewalt begrüßt. „Die Vernetzung von Beratungseinrichtungen, Justiz, Polizei, Frauenhäusern und Jugendhilfe ist der richtige Weg, um möglichst viele betroffene Frauen zu erreichen“. Noch wichtiger sei aber die Entstigmatisierung der Opfer, die durch diesen breit angelegten Aktionsplan deutlich werde. „Die betroffenen Frauen sind zumeist von tiefer Scham erfüllt – wir müssen klarstellen, dass nicht sie es sind, die sich zu schämen haben“, so Tengler.
Der erste Schritt über die Schwelle einer Beratungseinrichtung sei zugleich der schwierigste. Der Aktionsplan erleichtere diesen wichtigen ersten Schritt. Auch erhoffe sich Tengler durch die Initiative eine weitere Sensibilisierung der Gesellschaft für die Probleme häuslicher Gewalt. In diesem Zusammenhang begrüßte Tengler nach dem unglücklichen Vergleich von Zwangsehen mit kulturellen Unterschieden zwischen Friesen und Franken durch den SPD-Landesvorsitzenden in der Süddeutschen Zeitung vom 12. Juni die heute von Ministerin Erdsiek-Rave im Rahmen der Kabinettspressekonferenz vorgenommene eindeutige Positionierung zu diesem Thema: „Es ist gut, dass die Frauenministerin Ute Erdsiek-Rave heute für die Landesregierung klargestellt hat, dass auch Zwangsehen – wie sie beispielsweise bei knapp einem Fünftel der türkischen Migrantinnen nach Opferberichten vorkommen - Gewalt gegen Frauen sind“.

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