| Nr. 388/09

zu TOP 27: Aus der Schweinegrippe lernen!

Es gilt das gesprochene Wort!
Freigabe Redebeginn!

Am 12. November 2009 hat Minister Dr. Garg auf Antrag der SPD zum aktuellen Stand der Schweinegrippe im Sozialausschuss berichtet.

Daher haben die Koalitionspartner von CDU und FDP darauf verzichtet, dieses Thema in der folgenden Plenartagung erneut aufzugreifen, zumal Minister Dr. Garg angekündigt hatte, jeweils freitags über den aktuellen Stand der so genannten Schweinegrippe zu berichten. Dies ist auch geschehen.

Darüber hinaus liegt uns ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen vor, der die Landesregierung auffordert, in der 8. Plenartagung einen schriftlichen Bericht über Entwicklung, Erfahrungen und Konsequenzen zur Schweinegrippe vorzulegen.

Lieber Kollege Heinemann, bei allem Respekt vor Ihrem persönlichen und dem Informationsbedürfnis der SPD sollten wir nun nicht jeden Monat in der Plenartagung Berichte zur Schweinegrippe einfordern, zumal diese Informationen weiterhin über den Sozialausschuss, die Pressemitteilungen des Ministeriums und die Medien verfügbar sind.

Um aufzuzeigen, dass der SPD-Antrag nur einen Bruchteil der aktuellen Fragen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe berührt, verweise ich auf die aktuelle Entwicklung, dass gerade mal 364.000 von 1,72 Millionen der vom Land georderten Impfdosen verteilt sind und auch auf den Protest der Ärzte, denen das Honorar für die Impfung angesichts der intensiven Beratung der Patienten zu niedrig ist. Es treten ständig neue Fragen auf.

Bezüglich der Frage nach Hygienemaßnahmen habe ich festgestellt, dass im Waschraum für Damen auf dem CDU-Flur inzwischen Anleitungen für das Reinigen von Händen zur Vermeidung von Infektionen aushängen. Es tut sich was!

Ganz offensichtlich ist die „zwingende Notwendigkeit“ zur Impfung bei den Menschen nicht angekommen. Hier und dort kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Pharma-Industrie die Ängste der Menschen geschürt haben könnte.

Ich habe mich impfen lassen nach dem Motto: es kann ja nicht schaden! Da ich außer einem erträglichen Stechen im Impfarm keine weiteren Nebenwirkungen verspürt habe, kann ich diese Impfung weiter empfehlen!

Wir werden uns nach dieser Grippewelle kritisch damit auseinandersetzen müssen, um den Spagat zu schaffen, einerseits angemessene Vorsorge zu betreiben und andererseits Überreaktionen zu vermeiden und uns vorschnell mit Verträgen an die Pharma-Industrie zu binden.

Vergleicht man die normale (saisonale) Grippe mit der Schweinegrippe, sind auffällige Unterschiede zu verzeichnen.
Das Virus der Neuen Grippe
ist um rund ein Drittel ansteckender und verbreitet sich folglich schneller;

es verläuft vom Beschwerdebild ähnlich, sogar eher harmloser;

verursacht deutlich weniger Todesfälle (an der saisonalen Influenza versterben alleine in Deutschland im jährlichen Durchschnitt zwischen 5.000 und 11.000 Menschen – an der Schweinegrippe sind es bislang weltweit ca. 7.000 Personen);

trifft vorwiegend jüngere Menschen, während die normale Grippe besonders ältere Menschen bedroht.

Der Tod eines jungen Menschen wird allerdings von der Bevölkerung und den Medien als weitaus gravierender empfunden als der einer alten Person.

Das Risiko für Menschen mit bestimmten, meist chronischen Erkrankungen ist deutlich erhöht.

Das Virus der Neuen Grippe verdrängt aufgrund einer höheren Ansteckungsgefahr den Erreger der saisonalen Influenza und wird uns mit großer Wahrscheinlichkeit noch eine Weile begleiten, und wir sollten aus den Erfahrungen lernen.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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