| Nr. 439/07

zu TOP 18: Ältere in Arbeit bringen

Freigabe: Redebeginn
Es gilt das gesprochene Wort.

Ältere Langzeitarbeitslose müssen nicht mehr befürchten, dass sie vor dem 63. Lebensjahr zwangsweise in Rente geschickt werden.

Mit dieser Entscheidung von CDU/CSU und SPD in Berlin wird verhindert, dass die Betroffenen nicht auf lebenslangen Rentenabschlägen von bis zu 18 Prozent sitzen bleiben.

Was wäre das eigentlich für eine Gesellschaft, die mittlerweile händeringend nach Fachkräften sucht und die immer wieder betont, dass sie in Zukunft dringend ältere Arbeitnehmer benötigt, diese aber gleichzeitig gegen ihren Willen in die Frühverrentung schickt?

Wäre es hier nicht zu einer Kurskorrektur gekommen, hätten wir nicht nur dem Arbeitsmarkt einen erheblichen Schaden zugefügt. Nein, wir hätten mit Abschlägen von bis zu 18 Prozent bei der Rente sogar billigend in Kauf genommen, dass die Altersarmut wächst.

Um zu verdeutlichen, über welches Ausmaß wir reden, will ich die Zahlen nennen:
Experten gehen davon aus, dass 30.000 bis 50.000 ältere Langzeitarbeitslose betroffen wären, die mit dem Auslaufen der Regelung als Arbeitslosengeld II Bezieher eine Rente mit Abschlägen beantragen müssten.

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt, dass in Berlin Einigkeit darüber herrscht, eine solche Form der Frühverrentung zu stoppen.

Eine Gesellschaft, die glaubt, dass 58jährige dauerhaft nicht mehr in den Arbeitsmarkt integrierbar sind, nimmt die demographische Entwicklung und die veränderte Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht zu Kenntnis.

Unser vorrangiges Ziel muss es sein, Ältere in Arbeit zu bringen. Daher ist die Initiative der Landesregierung Beschäftigungschancen für Ältere die richtige Antwort auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes.

Die Beschäftigungsquote der über 55jährigen lag im zweiten Quartal 2007 bei 52 Prozent. Damit hat sich diese Beschäftigungsquote seit dem Jahr 2000 um 10 Prozent erhöht. Die Europäische Union hat sich darauf verständigt, bis zum Jahre 2010 eine Quote von 50 Prozent zu erreichen. Wir in Schleswig-Holstein wollen mehr.

Die Situation Älterer auf dem Arbeitsmarkt entwickelt sich zunehmend günstiger.
Fast 200.000 ältere Menschen weniger als noch vor einem Jahr sind arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Rückgang von 17.6 Prozent.

Und natürlich belasten uns die 900.000 arbeitslos gemeldeten Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind. Die Frühverrentung mit dem 58. Lebensjahr ist die falsche Antwort auf diese Herausforderung des Arbeitsmarktes.

Ich bin eher dafür das Programm 50plus, das die Bundesregierung initiiert hat noch optimaler zu nutzen.

Und ich halte es für richtiger, sozialer und würdiger, mit unserer Initiative „Beschäftigungschancen für Ältere in lebenslanges Lernen, in Prävention und in Gesundheitsschutz zu investieren.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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