Heiner Rickers

Heiner Rickers
Agrar und Umwelt, Ländliche Räume, Tierschutz

Landwirtschaft | | Nr. 292/18

(TOP 27) Dürrehilfen für die Landwirtschaft schnell und unbürokratisch gewähren

Für die CDU-Landtagsfraktion begrüßte der agrarpolitische Sprecher, Heiner Rickers, die breite Solidarität, die die Landwirtschaft auf der Agrarmesse NORLA in der vergangenen Woche so vielseitig bekundet wurde. Diese zugesicherte Unterstützung sei vom Berufsstand dankbar aufgenommen worden.

„Alle Bereiche der Land- und Forstwirtschaft in Schleswig-Holstein sind von diesem Dürresommer mehr oder weniger betroffen. Egal über welche Form der Landwirtschaft wir sprechen, trocken ist trocken. Während einige Landstriche noch relatives Glück hatten, mussten andere mit 10 Litern Niederschlag auf den Quadratmeter in der Hauptvegetationszeit über ein Vierteljahr hinweg auskommen. Dies ist schlichtweg nicht möglich“, so Rickers.

Die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein sei gut aufgestellt und habe auch nicht die „Vollkasko-Mentalität“. Auch auf Grund der vergangenen Jahre sei den Landwirten bewusst, dass sie sich auf den Klimawandel einstellen müssten. Schäden aber, wie in diesem Jahr, könnten nicht voll umfänglich abgefedert werden, sondern erforderten staatliche Hilfestellung.

Nachdem sich die Bundeslandwirtschaftsministerin ein Bild von der Lage verschaffen konnte, stehen jetzt 370 Mio. € insgesamt (zu gleichen Teilen Bundes- und Landesmittel) zur Verfügung. „Diese Mittel dürfen nicht - mit der Gießkanne verteilt - versickern, sondern müssen zielgerichtet bei den wirklich Betroffenen ankommen“, so Rickers. Gerade auch viehhaltende Betriebe seien durch fehlendes Winterfutter doppelt bestraft. Obwohl alle noch auf Grünlanderträge im Herbst hofften, liefen einige Betriebe trotzdem in die Liquiditätsfalle. „Hier ist das politische Signal erforderlich, dass diesen Betrieben schnell und unbürokratisch geholfen wird. Da muss auch das Land darüber nachdenken, die zustehende Prämie eventuell früher auszuzahlen. Dies ist zudem ein deutliches Signal für beteiligte Banken. Genauso hilfreich wären für die Betroffenen Abschlagszahlungen von Landesanteilen an der Dürrehilfe“, so Rickers.

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