Lukas Kilian

Lukas Kilian
Wirtschaft, Breitbandversorgung/Digi­talisierung, Mittelstand/Handwerk, Technologie, Industrie/Chemie

Open Source | | Nr. 214/18

(TOP 27) Anwenderfreundlichkeit muss gewährleistet sein

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident,

meine Damen und Herren,

heute sprechen wir hier für manche Neudeutsch, Denglisch oder Fachchinesisch, für andere debattieren wir hier über eine Alltäglichkeit im Digitalen.

Es geht um die Nutzung von Open Source Software in unserem Land. Als Open Source Software wird Software – also ein Programm – bezeichnet, dass einen öffentlichen zugänglichen – also einen freien Quelltext hat. Jeder kann sich somit an der Entwicklung eines Open-Source-Programms beteiligen, oder auch eigene Programminhalte hinzufügen.

Das Land Schleswig-Holstein hat bereits in der aktuellen Softwarestrategie die Chancen unterschiedlicher Softwareentwicklungswege erkannt.

Eine einseitige Abhängigkeit von proprietären – also im Eigentum befindlichen Programmen – führt oft zu Problemen. Die größte Herausforderung ist dabei die Abhängigkeit von einigen, wenigen oft marktbeherrschenden Konzerne.

Hier muss das Land Schleswig-Holstein digital souveräner und unabhängiger zu werden. Ein Problem sind zum Beispiel extrem hohe Lizenzgebühren, für die Nutzung dieser Closed Source Programme. Aber auch eine Art Clusterrisiko in der IT Sicherheit ist nicht von der Hand zu weisen, wenn man sich abhängig von den Programmen weniger Großkonzerne macht.

Herstellerspezifische Sicherheitslücken für die Gesamtheit der IT-Landschaft, können durch den Einsatz von Open Source Software eingegrenzt werden, da die Risiken auf einzelne Anwendungskomponenten eingrenzbar bleiben.

Anderseits müssen wir auch weiterhin Programm haben, die von den Nutzern bedient werden können. Ein Überstülpen von unbekannten Programmen führt oft zu erheblichen Beschwerden der Nutzer hinsichtlich der Bedienbarkeit, der Anwenderfreundlichkeit und teils auch mangelhafter Interoperabilität. Also der Fähigkeit zur Zusammenarbeit von verschiedenen Systemen oder Techniken.

Mit unserem heutigen Antrag wird das Zentrale IT-Management gebeten, bis zum ersten Quartal 2020 zu berichten, wie und in welchem Zeitfenster das Ziel der vollständigen Ablösung von Closed Source durch Open-Source-Software zu erreichen ist. Wir sind gespannt!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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