Anette Röttger

Anette Röttger
Kultur, Verbraucherschutz, Hochschule

Gründer | | Nr. 424/20

Top 15: Potential junger Köpfe fördern

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Landtagspräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen,

in diesen Wochen haben viele Studierende hier bei uns im Land mit einem Studium begonnen und das ist gut so.

Sie sind es, die sich als Fachkräfte qualifizieren. Sie stellen sich damit den aktuellen Herausforderungen dieser Zeit, sei es im Bereich der Digitalisierung, der künstlichen Intelligenz, im großen Bereich der Lebenswissenschaften, zu den Fragen rund um Energie und Klima oder gar im Rahmen der Pandemie.

Es ist unser gemeinsames politisches Ziel, die Innovationskraft unseres Landes auszubauen, um gegenüber China und den USA zu bestehen. Das erfordert Start-Ups und einen starken Gründergeist. Mit unseren Studierenden haben wir hier in Schleswig-Holstein großes Potential für erfolgreiche Gründungen. Dieses Potential der gut ausgebildeten jungen Köpfe wollen wir heben und weiter ausbauen: Deswegen wollen wir noch bessere Bedingungen schaffen, damit Menschen mit neuen und innovativen Ideen den Weg zu einer Gründung und zu einem Start-up gehen können. Davon profitieren alle Menschen in Schleswig-Holstein. Junge Gründer vermehren die Wertschöpfung, schaffen gute Arbeitsplätze, sorgen für ein innovatives Wirtschaftsklima und steigern sogar das Steueraufkommen.

Ob junge kluge Köpfe und gut ausgebildete Menschen hier in Schleswig-Holstein gut ankommen und gerne bleiben wollen, hängt aber auch an anderen Faktoren: Die Wohnsituation, das Umfeld, die Freunde, die Arbeitsmarktsituation, die Freizeitangebote, die Kultur, die Mentalität der Menschen, das Miteinander, das Klima und neuerdings vielleicht sogar die Corona-Lage können ausschlaggebend dafür sein.

Mit unserem Antrag wollen wir ein Gründungssemester ermöglichen. Die Einrichtung weiterer „Gründungszonen“ an den Hochschulen soll geprüft werden. Wir wollen die Netzwerke insbesondere für gründungsinteressierte Frauen stärken und die Aktivitäten von Schule und Hochschule über das Landeskonzept Entrepreneurship Education verknüpfen. Und wir wollen Berufstätigen das Gründen erleichtern.

Je nach Studienort im Land treffen die Studierenden hier bereits auf ein einzigartiges Netzwerk aus Hochschulen und Technologiezentren, aus einer guten Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft und aus einem Zusammenwirken von Forschung und Anwendung. Dieses Netzwerk wollen wir jetzt noch besser machen.

In meinem Lübecker Wahlkreis erlebe ich eine sich stetig weiterentwickelnde gut vernetzte Hochschullandschaft, die immer stärker mit der örtlichen Wirtschaft verknüpft ist. Die inhaltlichen Schwerpunkte von Life Science, Gesundheits- und Ernährungswirtschaft, halten für Gründer mit dem Technikzentrum geeignete Büroräume bereit und mit dem FabLab sogar eine High-Tech-Werkstatt. Und der Gründercube direkt auf dem Campus ist ein wichtiger Ort mit Ansprechpartnern zu allen Fragen rund um die erste Gründung.

Kurze Wege und schnelle Prozesse sind der Schlüssel für eine stetig wachsende Gründungsinfrastruktur. Ein Umfeld, das auch als Wohnumfeld mit Weltkulturerbe und Wassernähe sehr beliebt ist, begünstigt diesen Prozess. Existenzgründerpreise machen gute Beispiele sichtbar. Hier findet man erfolgreiche Firmen, die sich aus ehemaligen Start-Ups weiterentwickelt haben. Perfood ist ein Beispiel für ein junges Start-Up, das auf Basis personalisierter Ernährung und Dank künstlicher Intelligenz neue Therapieformen entwickelt und gerade erst eine Landesförderung erhalten hat.

Da nur wenige junge Menschen mit der Entscheidung für einen Studienplatz bereits einen konkreten Berufswunsch verbinden, sind gute Netzwerke und derartige Vorbilder umso wichtiger.

Es geht darum, diejenigen zu entdecken und optimal zu unterstützen, die aus guten Ideen konkrete Innovationen entwickeln! Jede Gründung erfordert die Bereitschaft, hart zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Der Schritt in die Selbständigkeit erfordert Risikobereitschaft, eine hohe Motivation, Begeisterungsfähigkeit und Optimismus. Kurzum: Die Persönlichkeit ist entscheidend. Start-Up bedeutet anfangen, hochfahren. Sicher muss in einer Zeit des Lockdowns und des Herunterfahrens so manche gute Idee am Markt neu überdacht werden. Ein starker Gründungsgeist im Land bleibt ein wesentlicher Zukunftsfaktor für wirtschaftlichen Erfolg.

Ich beantrage Überweisung in den Bildungsausschuss.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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