Andrea Tschacher

Andrea Tschacher
Drogen/Sucht, Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderung | | Nr. 067/19

(TOP 10) Gelebte selbstverständliche Inkulsion ist uns wichtig

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident,
liebe Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete,
liebe Gäste!

In Schleswig-Holstein leben rund eine halbe Million Menschen mit einer anerkannten Behinderung, die zugleich im Besitz eines Behindertenausweises sind.

Diese Menschen stehen noch immer täglich vor Schwierigkeiten, am öffentlichen Leben teilzuhaben.

Aber: Sie haben ein Recht darauf!

Auch werden sie oftmals durch faktische Unwissenheit noch immer benachteiligt.

Und genau das darf nicht passieren!

Es zu ermöglichen, selbstbestimmt am alltäglichen Leben teilzunehmen, das ist ein wesentliches Grundbedürfnis sowohl von Menschen mit Behinderung wie auch von Menschen ohne Behinderung.

Daher ist es der CDU-Landtagsfraktion und mir als fachpolitischer Sprecherin für Menschen mit Behinderung gleichermaßen wichtig, weiterhin daran motiviert und aktiv mitzuwirken, dass alle Menschen in einem Umfeld leben und arbeiten können, das auf ihre jeweiligen Bedürfnisse ausgerichtet ist.

Jeder Mensch soll sich nützlich fühlen dürfen und seinen festen Platz in der Gesellschaft finden.

Die UN-Behindertenrechtskonvention machte es bereits im Jahr 2006 deutlich: Inklusion ist ein Menschenrecht.
Wie ist nun aber die derzeitige Situation in Schleswig-Holstein – was können und was müssen wir tun?

Aufgabe der Politik ist es, das Selbstverständnis und Fähigkeiten zu fördern und somit das Selbstbewusstsein von Menschen mit Behinderung.

Bestehende Hürden müssen weiterhin beseitigt werden – eben auch die in den Köpfen!

Angefangen von der Barrierefreiheit – die vielfach noch nicht an allen öffentlichen Orten gegeben ist – bis zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und auf dem Arbeitsmarkt.
Die Jamaika-Koalition geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, dass es ihr ernst ist mit der Teilha-be und den Anliegen der Menschen mit Behinderungen.

Und wir haben bereits angepackt. Ich nenne hier den Fonds für Barrierefreiheit sowie das 1. Teilhabestärkungsgesetz.

Das 2. Teilhabestärkungsgesetz und ebenso die Überarbeitung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes befinden sich bereits im Verfahren.

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Vereine, Verbände, Stiftungen, Behindertenbeauftragte der Städte, Kreise und natürlich der Landesbehindertenbeauftragte Ulrich Hase sind wichtige Parameter auf dem Weg zu einer selbstverständlich gelebten Inklusion.

Es gibt darüber hinaus aber auch Menschen, die sich selbst organisieren wollen und andere mit-nehmen.

Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisationen sind daher sehr wichtige Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen. Sie tragen einen ganz wesentlichen Teil dazu bei, die Lebensverhältnisse von Menschen mit Behinderungen zu verbessern.

Diese Arbeit und dieses Engagement sind jedoch immer auch mit finanziellen Maßnahmen und Aufwendungen verbunden.

Hier jedoch stoßen die Institutionen und deren Beteiligte oft an ihre Grenzen.

Und für dieses Engagement sind nicht nur Bundesgelder, wie mit dem Programm EUTB (Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung) geschaffen worden, sondern auch im Landeshaushalt sind für das Jahr 2019 entsprechende Projektfördermittel eingestellt.

Die CDU-Landtagsfraktion unterstützt unabhängige Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisationen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Das haben wir in der Vergangenheit getan und diesen Weg werden wir auch in der Zukunft weiter fortführen.

Und erwecken Sie bitte nicht den Eindruck – gerichtet an die Kollegen der AfD – die Jamaika-Koalition würde unabhängige Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen nicht unterstützen.

Ein Blick in den Landeshaushalt wird Ihnen dabei helfen!

Wir stehen weiterhin fest an der Seite der Menschen mit Behinderungen und deren Interessenvertreter.

Sie sind eben diejenigen, die tagtäglich in Berührung mit Barrieren aller Art kommen, die eben auch wissen, wovon sie reden.

Sie sind ebenso diejenigen, die das Leben von Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein mittel- und langfristig verbessern und Inklusion vorantreiben.

Gelebte selbstverständliche Inklusion - das ist das, was uns ein Herzensanliegen ist und woran wir mit aller Kraft und Energie weiterarbeiten.

Ich bitte um Zustimmung zu dem Alternativantrag – nun mit SPD und den Abgeordneten des SSW gemeinsam!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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